„Es ist eine bewusste Auszeit, die wir uns gemeinsam nehmen“, sagte Emily Charlotte Rödel, eine der Organisatorinnen von foll bunt. Beim Pudding mit Gabel essen treffen sich fremde Leute: „Wir teilen etwas Sinnfreies miteinander – man muss nur da sein und mitmachen“, so Rödel. Besonders würden dabei die Logiken des ausgrenzenden Systems gebrochen und Themen wie Politik kurz in den Hintergrund rücken. Entstanden sei der Trend durch die sozialen Medien und habe sich sogar bis New York verbreitet.
„Das ist was Leibhaftiges – niemand sitzt zuhause am iPad, sondern hier“, sagte Stefan Mölleney während seiner Ansprache. Der Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda wohnte der Veranstaltung bei. Das Puddingessen war für alle kostenlos, lediglich mussten sich Gäste einen Pudding und eine Gabel mitbringen. „Es gibt viele, die sich sehr einsam fühlen, aber man sieht es ihnen nicht an“, erläuterte Rödel, wie die Veranstaltung wirken sollte. Einige der Besucherinnen und Besucher sprachen vor den anderen über die Einsamkeit und teilten ihre Geschichten und Erfahrungen beim „Come together“ im Rahmen des „Pride Month“.
