Das Motto erklärte Christoph Jestädt so: „In Zeiten, in denen alles auf uns einprasselt, muss man filtern. Dabei besteht aber die Gefahr, dass man Wichtiges, wie seine Familie, nicht mehr richtig wahrnimmt. Spätestens dann muss man seine Filter neu kalibrieren und wieder richtig einrichten.“ So zieht sich das Motto wie ein roter Faden durch das gesamte Konzept: Es steht für authentische Geschichten, echte Emotionen und den unverfälschten Genuss von Kultur inmitten der puren Natur. Weg von künstlichen Inszenierungen, hin zu Filmen, die berühren und das Leben in all seinen Facetten direkt und ehrlich einfangen. Der erste Festivaltag stand ganz im Zeichen des Kurzfilms, bei dem dieser ungefilterte Anspruch besonders spürbar wurde. Bereits am frühen Abend füllte sich die Wiese bei bestem Sommerwetter. Die Besucher machten es sich auf Picknickdecken gemütlich, während die Würzburger Band „KABA“ für den passenden musikalischen Rahmen sorgte. Ab 20 Uhr gehörte die große Leinwand einer Auswahl preisgekrönter Kurzfilme, bei der das Publikum im Anschluss per Voting den Gewinnerfilm selbst kürte.
Neben dem cineastischen Angebot setzten die Festival-Macher um das Organisationsteam Christoph Jestädt, Ronja Hemm und Christoph Malkmus wieder konsequent auf regionale Kulinarik. Passend zum Motto präsentierten sich auch die kulinarischen Partner ehrlich und naturverbunden – mit regionalen Erzeugnissen vom Rhönhof Wingenfeld und dem Restaurant Ritter sowie den naturreinen Getränken von Wiesenkiez. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Team des Rotary Clubs, bei dem unter anderem Dr. Christian Gebhardt tatkräftig an den Ständen bediente, um die Gäste kulinarisch zu versorgen. Nach den Filmen wurden die alten Obstbäume farbenfroh illuminiert, und der Abend klang auf der Tanzwiese gesellig aus.
Am Samstag wartet eine echte Premiere auf die großen und kleinen Gäste: Erstmals präsentiert das Festival ab 15 Uhr ein eigens kuratiertes Kinderkurzfilmprogramm. Das Abendprogramm startet um 17 Uhr mit dem Auftritt der Live-Band „Sabinett“, bevor um 20 Uhr das filmische Haupt-Highlight folgt: Die Vorführung der preisgekrönten Tragikomödie „Life of Chuck“. Der Film passt perfekt zum Festival-Motto, da er es meisterhaft versteht, existenzielle Fragen des Lebens mit purer, ansteckender Lebensfreude zu verknüpfen – ein cineastisches Kunstwerk ganz ohne Filter. Da die Besucherkapazität auf der Streuobstwiese streng limitiert ist, empfehlen die Veranstalter dringend, den Online-Vorverkauf zu nutzen. Resttickets und weitere Informationen gibt es direkt auf der Plattform des Wiesenflimmern Open-Air Filmfestivals.
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