Lokales VB 13.08.2026

Flurbereinigung abgeschlossen – Mehr Raum für die Antrift

Alsfeld (pm/gü) – Mit der Übergabe der Schlussfeststellung an den langjährigen Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Manfred Geisel wurde das Flurbereinigungsverfahren Alsfeld-Billertshausen-Antrift offiziell abgeschlossen. Das Verfahren wurde mit dem Ziel eingeleitet, Entwicklungsmaßnahmen am Fließgewässer Antrift umzusetzen. Insbesondere sollten durch Flächenankäufe der Stadt Alsfeld sowie eine Neuordnung der Eigentumsverhältnisse die Voraussetzungen geschaffen werden, dem Gewässer mehr Raum für seine natürliche Entwicklung zu geben.

Abschluss im Hochzeitshaus der Stadt Alsfeld (von links): Verfahrensleiter Stefan Sudmeier überreicht die Schlussfeststellung an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Manfred Geisel, Pascal Oechler nahm als Vertreter der Stadt Alsfeld den Flurbereinigungsplan von Bodenordnungssachbearbeiterin Ingrid Schul-Reinhardt entgegen. Foto: Amt für Bodenmanagement

Die Antrift, die auf ihrem Weg von ihrer Quelle in Feldatal-Windhausen zur Seibelsdorfer Antrifttalsperre das ehemalige Verfahrensgebiet auf einer Länge von 2,4 Kilometer durchfließt, kann sich nun auf einer Fläche von 6,1 Hektar statt zuvor 2,6 Hektar entfalten. Für die Einwohner von Billertshausen bestand der größte Mehrwert des Flurbereinigungsverfahrens in der Sanierung der in die Jahre gekommenen Brücke am Leuseler Weg, die bis heute als Austragungsort des traditionellen „Brückenfests“ dient. 

Anlass der Zusammenkunft im Alsfelder Bauamt war nun einerseits die Überreichung des Flurbereinigungsplans zur Aufbewahrung an die Stadt Alsfeld. Die darüberhinausgehenden Verfahrensakten werden zur dauerhaften Aufbewahrung an das Staatsarchiv Darmstadt abgegeben. Stefan Sudmeier von der zuständigen Flurbereinigungsbehörde, dem Amt für Bodenmanagement Fulda, überreichte Manfred Geisel neben der Schlussfeststellung auch eine Dankurkunde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft und Interessenvertreter der Grundstückseigentümer. Gemeinsam mit den inzwischen verstorbenen Heinrich Becker und Günther Schubert, sowie Christine Haberlach, Karin Fröhlich und Hanna Diehl-Rudolph war Geisel für den Vorstand aktiv. Ingrid Schul-Reinhardt, die das Verfahrens bereits seit dessen Beginn begleitete, zeigte sich erfreut, die letzten Arbeiten – insbesondere die Berichtigung der öffentlichen Bücher – noch vor ihrem Eintritt in den Ruhestand erfolgreich zum Abschluss gebracht zu haben.