Der Kauf der Immobilie Friedrichstraße 26 von die Stadt Fulda fand bereits im Zusammenhang mit Kauf des „Kurfürst“-Areals im Jahr 2017/18 statt, wie die Magistratspressestelle erklärt. Der Kauf des Areals Friedrichstraße 24 erfolgte nun vor etwas mehr als einem Jahr – einschließlich der Hintergebäude zur Nonnengasse. Mit dem Kauf der Hausnummer 24 habe die Stadt „die Möglichkeit erhalten, perspektivisch eine Quartiersentwicklung für das gesamte Areal zwischen der vorderen Friedrichstraße und der Nonnengasse vorzunehmen“, wie Johannes Heller aus dem Stadtschloss erläutert. Außerdem könne die städtebaulich „unbefriedigende Situation“ neu geordnet werden.
Gleichzeitig seien denkmalpflegerische und baugeschichtliche Untersuchungen an dem Gebäude Hausnummer 26 nun „endlich umfassend möglich“, zumal sich herausgestellt hätte, „dass sich beide Gebäude eine Wand teilen und historisch eine bauliche Einheit gebildet haben müssen“, so Heller weiter. Das wiederum würde für künftige Nutzungen des Gesamtareals mehr Möglichkeiten bieten, allein schon in Sachen Brandschutz und Barrierefreiheit.
Am Gebäude Nummer 26 fanden seit Kauf durch die Stadt schon regelmäßig Untersuchungen statt, beispielsweise im Hinblick auf die Bausubstanz. Bei diversen Untersuchungen hätten sich schon „bedeutende baugeschichtliche Funde ergeben“, teilt Heller mit, aber ebenso auch ein „umfassender und sehr aufwendiger Sanierungsbedarf“, sollte die Stadt das Gebäude künftig nutzen. Auch für die Nummer 24 und insbesondere die rückwärtigen Anbauten und Gebäude Richtung Nonnengasse, bestehe „erheblicher Sanierungsbedarf“.
Wie geht es weiter? Zum Jahreswechsel 26/27 wird der letzte Mieter (Gastronomie) ausziehen, dann stehen auch in der Nummer 24 erst einmal „eingehende baugeschichtliche, denkmalpflegerische und statische Untersuchungen“ an.
Erst infolge derer könnten Ideen zur künftigen Ordnung des Geländes und zur Nutzung entwickelt werden, so die Stadt. Doch bevor irgendetwas davon realisiert werden könne, sei die Umsetzung letztlich immer noch von der „Haushaltssituation der Stadt und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ abhängig, ergänzt Heller.
Im rechten Teil der Friedrichstraße 24 war im Frühsommer Nadja Moretti mit ihrem Pop-Up-Store eingezogen, hier sei aber ohnehin nur eine „vorübergehende Nutzung während der Sommermonate“ vereinbart gewesen“, so die Stadt. Das zusätzliche Angebot von Moretti soll entsprechend zum 31. August schließen. Im anderen Gebäudeteil befindet sich das asiatisch-vietnamesische Restaurant Asia Wok. Hierzu erklärt Heller, dass mit der Gastronomie eine „Verlängerung des Mietverhältnisses bis zum Jahreswechsels 2026/27“ vereinbart wurde. Eine Übergangszeit läuft also, zum Jahresende muss der Asiate aber schließen, damit die Stadt aus Eigenbedarf mit den Untersuchungen für den gesamten Komplex fortfahren kann.
Noch keine konkreten Pläne für Nutzung der Friedrichstraße 26
