Lokales FD 29.08.2026

Der Christopher Street Day in Fulda läuft - Große Beteiligung

Fulda (pm/jah/rg) – Nach über 20-jähriger Pause feiert der Christopher Street Day (CSD) Fulda am heutigen Samstag bereits zum fünften Mal in Folge sein beeindruckendes Comeback. Fulda verwandelt sich in ein pulsierendes Zentrum der Vielfalt. Mehr als 20 Initiativen und Vereine haben mit Infoständen, Dialogangeboten und Mitmachaktionen eingeladen, gemeinsam mit tausenden Besucherinnen und Besuchern aus Fulda und ganz Hessen die bunten Facetten des CSD zu erleben.

Foto: Marilena Alt

Der Demonstrationszug ist am Bahnhof gestartet und kehrt später  zurück zum Universitätsplatz. Dort erwartet die Gäste ein vielfältiges Kulturprogramm, kulinarische Angebote und die Gelegenheit zu spannenden Begegnungen bis in den Abend hinein. Den stimmungsvollen Abschluss bildet ab 23 Uhr die offizielle Aftershowparty im Kulturzentrum Kreuz. 

Neben der Feier der queeren Community betont das Organisationsteam den politischen Charakter des CSD. „Der CSD ist kein x-beliebiges Straßenfest. Es ist wichtiger denn je Ihn als Demonstration mit Forderungen zu verstehen und ernstzunehmen. Er ist politisch, war politisch und wird es auch immer bleiben, solange queere Menschen weiterhin unterdrückt und diskriminiert werden. Nach fünf Jahren CSD und der Gründung des foll bunt e.V. ist es an der Zeit, dass die Stadt zuhört und endlich auch für queere Menschen gestaltet“, erklärt Initiatorin Emily Charlotte Rödel.

In diesem Jahr präsentiert der Verein konkrete Forderungen für ein queerfreundliches Fulda. Vorstand Niklas Schmitt unterstreicht: „Die Forderungen der letzten Jahre dürfen nicht weiter ignoriert werden. Fulda braucht ein queeres Zentrum mit Sport- und Freizeitangeboten, eine/n Queerbeauftragte/n, Gesundheitsversorgung für queere Belange, eine Anlaufstelle für queere Geflüchtete, die Finanzierung queerer Projekte, eine zentrale Übersicht auf der Website der Stadt sowie einen Aktionsplan Queer Leben Fulda mit verbindlichen Zielen.“

Der foll bunt e.V. versteht sich dabei als Ansprechpartner und Schnittstelle zwischen Community und Kommunalpolitik und ruft nachdrücklich zum Dialog auf. Rödel ergänzt: „Insbesondere nach einer schrecklichen Tat wie in Berlin und der Notwendigkeit, auch hier in Fulda die Sicherheitskonzepte zu verschärfen, ist es wichtiger denn je, queere Lebensweisen als selbstverständlichen Bestandteil der Gesellschaft zu begreifen. Unser Ziel ist eine lebenswerte Stadt für alle, die Vielfalt sichtbar lebt.“

Der CSD Fulda lädt alle Menschen – ob aus Fulda oder von außerhalb, ob queer oder nicht, jung oder alt – ein, am 29. August auf die Straße zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen: Fulda ist bunt, Fulda ist vielfältig und Fulda setzt Liebe über jeden Hass.