Lokales FD 13.08.2026

25 Jahre Propstei Johannesberg: „Wissen wird erfahrbar“ – Fotos

Johannesberg (st) – Zu einer Feierstunde und einem gemeinsamen Austausch hatte die Propstei Johannesberg am Donnerstag im Rahmen ihres 25-jährigen Jubiläums eingeladen. Rund 30 Gäste aus Politik, Denkmalpflege, Handwerk und Kultur hatten sich in der Werkstatt versammelt, um mit den beiden Geschäftsführern Jürgen Krieg und Uli Thümmler zu feiern.

Foto: Stephanie Trapp

„Wir haben kein vorne am Podium – es gibt einfach ein großes Miteinander“, begrüßten die beiden Geschäftsführer die Gäste. Für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, überbrachte Christian Bührmann aus dem Ministerialrat die Glückwünsche von Staatsminister Timon Gremmels. „25 Jahre erlebte Verantwortung für das kulturelle Erbe unseres Landes“, würdigte Bührmann die Arbeit der Propstei und fügte hinzu: „Hier wird nicht nur über Denkmalpflege gesprochen, hier wird am und im Denkmal gelernt. Wissen wird erfahrbar.“

Er hob die Bedeutung der Einrichtung für Hessen hervor: Mit dem novellierten Hessischen Denkmalschutzgesetz, das zum 1. Januar in Kraft treten soll, werde die Propstei die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unteren Denkmalschutzbehörden maßgeblich mitgestalten. „Damit übernimmt die Propstei eine ganz wichtige Aufgabe für die Zukunft des Denkmalschutzes in Hessen“, betonte Bührmann.

Auch Prof. Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Hessen, überreichte die besten Wünsche und machte klar: „Denkmäler werden durch Menschen erhalten. Ich wünsche dieser Einrichtung, dass sie auch in Zukunft bleibt, was sie seit vielen Jahren ist: Ein Ort, an dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern ein Ort, an dem sich unterschiedliche Professoren immer wieder darüber verständigen, was gute Denkmalpflege ist.“ Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner überbrachte ebenfalls Glückwünsche der Stadt bedankte sich bei den beiden Geschäftsführern: „Vielen Dank, dass Ihr das Erbe aufrechterhaltet.“ Für ihn sei die Propstei ein wunderbarer Ort mit einer reichhaltigen Historie.

Die Propstei ist mittlerweile eine gGmbH, die aus elf Gesellschaftern besteht, die auch zu einem Freundeskreis zusammengewachsen sind, wie die beiden Geschäftsführer betonen. Sie setzen sich aus allen Professionen zusammen, die vor Ort auch ausgebildet werden. 

Im Anschluss wurden alle zu einem kleinen Snack eingeladen, bei dem sich ausgetauscht und unterhalten werden konnte. Im Laufe des Donnerstags fand dann noch eine kleine Fachtagung zum Thema „Bestehendes bewahren, Zukunft gestalten – Handwerk und Kopfwerk in der Denkmalpflege“ statt. Die Verantwortlichen hatten für den Ausklang schließlich noch ein Rhöner Buffet mit Livemusik und inspirierenden Begegnungen organisiert.

25 Jahre Propstei Johannesberg. Fotos: Stephanie Trapp