Wer heute die Berliner Mauer sehen möchte, muss nicht unbedingt in die deutsche Hauptstadt reisen. Ein Originalelement steht zum Beispiel direkt an der Gedenkstätte Point Alpha. Auf sämtlichen Kontinenten finden sich Reste des symbolträchtigen Grenzwalles. Zusammengerechnet vielleicht sogar mehr als in Berlin selbst, wo die Mauer heute nahezu aus dem Stadtbild verschwunden ist.
Das Interesse an der Berliner Mauer war nach dem Mauerfall am 9. November 1989 riesig. Jahrzehntelang verkörperten Todesstreifen und Betonwall die Teilung der Welt. Mit dem Fall der Mauer wurde das einstige Symbol der Unterdrückung und Unfreiheit praktisch über Nacht zum Sinnbild für einen erfolgreichen Freiheitskampf. Für jeden, der in jenen Tagen Berlin besuchte, bot sich die Möglichkeit, als Mauerspecht mit Hammer und Meißel ein Stück Weltgeschichte mit nach Hause zu nehmen.
Mindestens ebenso so groß war das Interesse an vollständigen, 2,6 Tonnen schweren und 3,2 Meter hohen Betonsegmenten, weiß der Wissenschaftliche Mitarbeiter aus dem Bundesarchiv. Etwa 500 solcher Mauerstücke wurden in den vergangenen zwanzig Jahren als Siegestrophäen, Kunstobjekte oder kuriose Ausstellungsstücke in alle Winde verstreut.
Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist per E-Mail über veranstaltungen@pointalpha.com oder Telefon 06651/919030 erwünscht.
