Die beiden Brüder kommen aus dem Bereich der Softwareentwicklung und Sven Schickentanz habe sogar seine Master-Arbeit über das Thema Audio-Design geschrieben. So lag die Idee, ein Spiel zu entwickeln, wo die Musik im Vordergrund steht, gar nicht weit entfernt. „Lepusona“ ist kein klassisches Computerspiel, die Spieler schlüpfen dabei in die Rolle eines Hasen-Geschwisterpaares. Das Besondere: Erfolg hängt im Spiel direkt von Musik und Rhythmus ab. „Man muss auf Musik und auf den Rhythmus achten“, erklärt das Entwicklerteam. Dem Team war es wichtig, den Spielern einen leichten Einstieg zu ermöglichen, durch das Einsetzen von Rhythmus und Musik. Im Spiel sei es dann so, dass im Hintergrund Musik läuft, während der Spieler im Takt die Tasten drücken muss. Umso genauer die Tasten gedrückt werden, desto besser ist die Ausführung der verschiedenen Aktionen der Spielfiguren, wie die beiden Entwickler erklären. Die Musik haben die beiden selbst komponiert. „Der Kauf von Lizenzen ist nicht bezahlbar“, betonen die Brüder. Aber neben der Musik spielen auch die Emotionen eine sehr große Rolle. Je nach dem mit welcher Grundemotion an das Spiel rangegangen wird, wirkt sich das auf die Spielwelt und ihre Bewohner aus, erklären die Entwickler.
Tirsil, ein edler Hasenbarde und seine Schwester Cele, die Abenteuerin, sind die beiden Figuren, um die es in „Lepusona“ geht. Cele sei von zuhause abgehauen, während ihr Bruder ihr folgte, um sie zu beschützen. „Im Wald sehen sie, wie der Wächter des Waldes von dem Grim angegriffen wird“, erzählen die beiden Brüder. Inspiriert wurden die beiden von der deutschen Folklore und Fabel. „Jeder kennt nur die klassischen Wesen wie Drachen – wir wollten was anderes“, sagt das Entwicklerteam und fügt hinzu: „Es gibt hunderte Kreaturen der deutschen Fabel, den Mix kennt so keiner.“
Ein ganzes Jahr mit unzähligen Überstunden haben die beiden Brüder an dem Spiel gearbeitet. Angefangen hatten sie im März 2025 und sind im Februar 2026 fertig geworden. Über das Studium konnten sie sich für verschiedene Projekte bewerben, die dann im Rahmen des exist-Gründerstipendiums gefördert wurden. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht“, erzählt das Team. Die erste Demo-Version des Spiels sei für das vierte Quartal des kommenden Jahres auf der Plattform Steam geplant, aber im Juni sei vorgesehen, beim „Steam Next Fest“ mitzumachen. Dabei können sich Spieler verschiedene Demos von Spielen anschauen und ausprobieren sowie sich über die Veröffentlichung informieren und Feedback abgeben. Eine Weiterentwicklung sei dann frühestens ab 2028 geplant, dabei sollen dann mehr Level veröffentlicht werden.
Ein weiteres Spiel sei erst mal nicht in Planung, verraten die Brüder: „Wir möchten erst mal das aktuelle Spiel abschließen, bevor es ein neues gibt“, erzählen die Entwickler. Jedoch sei schon klar: Wenn die deutsche Fabelwelt abgeschlossen ist, würde es in die nordische Richtung gehen und die Fabelwelt aus anderen Ländern soll genutzt werden.
