„Das war eine ganz unglückliche Sache, alle drei hätten wir gewinnen können“, blickte TTC-Präsident Stefan Frauenholz auf die Niederlagen von Jonathan Groth, Dimitrij Ovtcharov und das Doppel Groth/Andrej Istrate: „Bei allen drei Spielen waren wir erst auf der Siegesstraße.“ Doch es sollte an diesem langen Abend nicht sein. Wie schon am ersten Spieltag bei der ebenso knappen wie bitteren Niederlage beim SV Werder Bremen wurde auch die Heimpremiere des TTC zu einem absoluten Drama – und wie schon an der Weser musste das Doppel die Entscheidung bringen. Für die Maberzeller gingen erneut Jonathan Groth und Neuzugang Andrej Istrate an die Platte, allerdings war das Glück wieder nicht auf Fuldaer Seite: Nach zwischenzeitlicher 2:0-Satzführung in einem überaus umkämpften Match mit mehreren Momentum-Wechseln schlug das Pegel im alles entscheidenden Durchgang zugunsten des Bad Homburger Doppels aus. Ivor Ban und Benno Oehme sicherten sich den Entscheidungssatz mit 11:4 und beendeten die Maberzeller Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg jäh.
Zwischenzeitlich hatte schon vieles nach einem klaren Heimsieg ausgesehen: Abwehrspezialist Ruwen Filus hatte mit einem sensationellen Comeback-Sieg nach zwischenzeitlichem 0:2-Satzrückstand gegen Juan Perez gerade erst für die 2:1-Führung gesorgt, als es zum Duell der beiden an Position eins gesetzten Spieler kam. Dimitrij Ovtcharov musste gegen den Ungarn Csaba Andras an die Platte – und kam mit der Spielweise des Weltranglisten-56. überhaupt nicht zurecht. Während der Deutsche sich den ersten Satz noch knapp mit 11:8 sichern konnte, gingen die folgenden Sätze mit 5:11, 6:11 und 4:11 deutlich nach Bad Homburg.
Etwas besser machte es Jonathan Groth an Position zwei gegen den Ungar, allerdings musste sich auch der Däne am Ende geschlagen geben: 2:3 hieß es aus Maberzeller Sicht nach dem zweiten Einzel – und das obwohl Groth zwischenzeitlich mit 2:1-Sätzen in Führung lag. In den entscheidenden Momenten hatte Csaba allerdings die Nase vorne – und sicherte den Gästen durch das 11:8 und 11:5 in den Sätzen vier und fünf den 1:1-Ausgleich. Ovtcharov hatte in seiner ersten Partie Ivor Ban beim 3:0 keine Chance gelassen. Am Ende stand nach 3:58 Stunden Spielzeit allerdings die nächste Niederlage unter dem Strich – die ob der 2:0-Satzführung im Doppel nochmal umso bitterer erscheint. „So Spiele gibt’s, wir müssen jetzt nach vorne schauen“, sagte Frauenholz.
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC OE Bad Homburg 2:3
Dimitrij Ovtcharov – Ivor Ban 3:0 (11:9, 11:9, 11:6)
Jonathan Groth – Csaba Andras 2:3 (11:8, 10:12, 11:7, 8:11, 5:11)
Ruwen Filus – Juan Perez 3:2 (8:11, 8:11, 11:9, 12:10, 11:3)
Dimitrij Ovtcharov – Csaba Andras 1:3 (11:8, 5:11, 6:11, 4:11)
Jonathan Groth / Andrej Istrate – Benno Oehme / Ivor Ban 2:3 (11:8, 11:8, 9:11, 9:11, 4:11)
