Lokales FD 17.08.2026

Baumeister Johann Dientzenhofer – Vortrag des Geschichtsvereins

Fulda (pm/gü) – Zu einem Vortrag unter dem Titel „Der Baumeister Johann Dientzenhofer im Gedächtnis der Nachwelt“ lädt der Fuldaer Geschichtsverein am Donnerstag, 20. August, um 19 Uhr, in das Forum Kanzlerpalais, Unterm Heilig Kreuz, ein. Referent ist Dr. Werner Bartsch, der Eintritt ist – wie immer beim Geschichtsverein – frei.

Das Wohnhaus der Familie Dientzenhofer in der Rittergasse mit dem berühmten „Guckloch“, durch das der Baumeister angeblich den Fortgang der Bauarbeiten am Stadtschloss beobachtet haben soll. Foto: Stadt Fulda.

Vor 300 Jahren, am 20. Juli 1726, starb im Bamberg der berühmte Architekt der Barockzeit Johann Dientzenhofer (1663-1726). Er war der Jüngste von fünf Brüdern, die es alle zu bedeutenden Baumeistern in Böhmen, der Oberpfalz und in Franken gebracht haben. Dr. Werner Bartsch, der in langjähriger Arbeit ein in Kürze erscheinendes „Handbuch“ über Johann Dientzenhofer verfasst hat, wird sich im Rahmen seines Vortrags insbesondere mit dessen Biographie und seinem Wirken in Fulda und Bamberg beschäftigen. Im Mittelpunkt werden Johanns Ausbildung und erste Tätigkeiten unter seinem Bruder Johann Leonhard (1660-1707) in Bamberg bis zur Reise nach Italien stehen. Nachgezeichnet wird die Ernennung zum fürstlichen Stiftsbaumeister in Fulda (1700) und die selbständige Tätigkeit als Bauunternehmer mit der Errichtung von Schloss und Stiftskirche. Noch bevor Dientzenhofer das Stift Fulda 1711 in Richtung Bamberg verließ, häuften sich Aufträge für auswärtige Bauwerke wie etwa für das Kloster Banz. Als Schlusskapitel sollen „Frau Baumeisterin Dientzenhöferin“ und ihre gesellschaftlichen Ambitionen in Fulda als Kauffrau, die für die Belieferung der fürstäbtlichen Küche sorgte, betrachtet werden. Dazu zählen auch ihre Aktivitäten bei der Kur in Kissingen.