„Das Backhaus wird noch regelmäßig von der Dorfgemeinschaft und ihren Vereinen genutzt. Da der Zustand allerdings sanierungsbedürftig ist, sollen nun Sandsteinsockel und Fassade instandgesetzt und die fehlende Dachentwässerung ergänzt werden, damit es nicht wieder zu Schäden durch eindringendes Regenwasser kommen kann“, erläutert der Rathauschef. Für eine langfristig gesicherte Benutzung sei es außerdem notwendig, den Ofen und den Schornstein neu aufzusetzen. „Ein Großteil der Arbeiten soll in Eigenleistung erbracht werden, die vom Ortsbeirat organisiert wird“, lobt Lübeck.
Landrat Torsten Warnecke unterstreicht, dass mit dem Backhaus als Kulturdenkmal die wertvolle Bausubstanz erhalten und weiterentwickelt wird. „Nach der Sanierung wird die Nutzung durch die Öffentlichkeit sicherlich noch zunehmen“, hofft er: „Ein Backhaus mitten im Ort ist weit mehr als ein historisches Gebäude. Es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Und es ist ortsbildprägend. Für und in der Zukunft backen – und so war es auch einmal.“
Die Marktgemeinde Haunetal wurde 2018 als gesamtkommunaler Dorfentwicklungsschwerpunkt anerkannt. Die Gemeindevertretung hatte die Umsetzung der Maßnahme bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Die Förderquote für das Projekt liegt bei 85 Prozent (Netto-Förderung). Bei Gesamtkosten von rund 88.867 Euro beträgt der Zuschuss somit 63.476 Euro.
