Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei war ein 19-Jähriger mit einem Audi A7 zwischen dem Langenselbolder Dreieck und dem Hanauer Kreuz unterwegs, als er offenbar beabsichtigte, einen vorausfahrenden BMW 3er, der von einem 43-Jährigen gesteuert wurde, zu überholen. Dabei kam es aus bislang nicht abschließend geklärten Gründen zur Kollision mit dem Seat Ateca eines 22-Jährigen. Nach ersten Erkenntnissen könnten eine nicht angepasste Geschwindigkeit sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand unfallursächlich gewesen sein. Der Seat wurde infolge des Zusammenstoßes gegen die rechte Schutzplanke geschleudert, fing Feuer und brannte letztlich vollständig aus. Anschließend kollidierte der Audi offenbar seitlich mit dem BMW. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr konnte den Fahrzeugbrand mit einem Trupp unter Atemschutz zügig löschen. Die Feuerwehr Langenselbold war mit fünf Fahrzeugen und 19 Einsatzkräften über eineinhalb Stunden lang im Einsatz. Auch der Rettungsdienst war vor Ort. Eine erste Meldung, wonach sich noch eine Person in dem brennenden Fahrzeug befinden solle, bestätigte sich nicht, sodass der auf Anflug befindliche Rettungshubschrauber wieder abdrehen konnte.
Während der Lösch- und Reinigungsarbeiten musste die Fahrbahn Richtung Hanau für rund eine Stunde voll gesperrt werden, was zu einem erheblichen Rückstau führte. Im Anschluss konnte der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen, da die starke Rauchentwicklung die Sicht der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigte. An allen drei Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, der vorläufig auf etwa 75.000 Euro geschätzt wird.
Die Polizeiautobahnstation Südosthessen bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Fahrverhalten der beteiligten Fahrzeuge vor dem Zusammenstoß machen können, sich unter der Rufnummer 06181 9010-0 zu melden.
