Die U19 der SG Barockstadt ist zurück: Der Betriebsunfall ist korrigiert worden, die Meisterschaft in der A-Junioren-Verbandsliga wurde souverän eingefahren. Fünf Punkte lagen die Fuldaer am Ende vor Flieden/Schweben und schossen in 26 Partien 99 Buden – nun nimmt das Team von Trainer Romoe Schäfer die Herausforderung Hessenliga an. „Ziel ist erstmal, in der Klasse anzukommen. Wir haben letztes Jahr gegen Kassel im Pokal gesehen, dass wir mithalten können – auch wenn es nur ein Spiel war“, betont Schäfer: „Ich bin überzeugt, dass wir die Qualität in der Mannschaft haben. Aber es wird natürlich auch ein langer Weg“.
Ein langer Weg vor allem deshalb, weil die Vorbereitung aufgrund der Urlaubszeit und der Hitzeperiode schwierig war. „Wir sind schleppend reingekommen, einige waren nicht da, was in den Ferien aber auch irgendwo verständlich ist. Aber es war schon ernüchternd“, sagt Schäfer. Erst in den vergangenen Wochen wurde es besser, und schon passten auch wieder die Ergebnisse, wenn auch nur in Testspielen: 3:0 gegen Borschs Herren, 2:0 gegen die U19 von Schweinfurt und 2:0 gegen Großbardorfs Nachwuchs. „Wir sind voll da und es muss jetzt auch endlich losgehen“, so der Trainer.
Den Auftakt bildet das Auswärtsspiel am Sonntag beim Karbener SV, der im Vorjahr am Ende Platz sieben belegte. Die Uhrzeit beschäftigt die SGB jedoch mehr – Anpfiff ist um 18.15 Uhr. Schäfer ist etwas irritiert: „Sowas im Jugendbereich – das bedeutet für manche Jungs, dass sie um Mitternacht zuhause sind. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen“. 14 Teams sind insgesamt in der Hessenliga dabei, der Meister qualifiziert sich im Winter für die NLZ-Runde. Als Favoriten nennt Schäfer allen voran Kickers Offenbach, aber auch Walldorf und Kassel, sowie die TSG Wieseck, die mit einem starken U17-Jahrgang in der Vorsaison in der DFB-Nachwuchsliga kickte. Doch die Marschroute für die Barockstadt ist klar: „Wir wollen sofort da sein, wollen ein unbequemer Aufsteiger sein. Letztes Jahr war jeder heiß gegen uns, jetzt sind wir der Underdog“. Der Coach ist allerdings noch dabei, den neuen Kader zu einer Mannschaft zusammenzuschweißen: „Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, wir haben noch etwas zu tun. Der Sprung von der U17 hoch in die U19 ist da, da muss man auch erstmal reinwachsen. Die Jungs sind aber hungrig, lernwillig und nehmen die Dinge an“. Was die SGB am ersten Spieltag erstmal annehmen muss: Einen Kunstrasen in Karben und ein Spiel zu ungewohnt später Stunde.
