Zahlreiche Besucher hatten sich am Samstag in der Dorfmitte von Engelhelms versammelt, um gemeinsam das große Jubiläum zu feiern. Doch würden tatsächlich 750 Menschen für die Dorfwette zusammenkommen? Bürgermeister Zentgraf war sich zunächst ziemlich sicher, dass er die Wette gewinnen würde. „Ich laufe jetzt los und beweise, dass es keine 750 sind“, sagte er überzeugt. Die Bänke waren voll besetzt, auch in den Gängen zwischen den Tischen standen zahlreiche Besucher – eindeutiger hätte das Bild kaum sein können.
Nachdem sich der Männergesangverein „Loreley“ auf der Bühne aufgestellt hatte, wurde mit allen Anwesenden zunächst ein Geburtstagsständchen für Engelhelms gesungen. Auch Zentgraf und der Erste Kreisbeigeordnete Frederik Schmitt stimmten mit ein, bevor das offizielle Wettlied gesungen wurde. Ein eigens für Engelhelms geschriebenes Lied sang die Menge ebenfalls gemeinsam.
„Ein riesiges Lob an Engelhelms für diese tolle Aktion“, sagte der Bürgermeister. Für ihn selbst sei die Wette besonders schön, da er bereits seit seinem neunten Lebensjahr singe.
Doch auch nach dem gemeinsamen Gesang war Zentgraf noch überzeugt, die Wette gewonnen zu haben. Zwischenzeitlich wurde sogar vorgeschlagen, alle Teilnehmer bei einer Polonaise durchzuzählen. Dann ergriff Schmitt das Wort. Zunächst bedankte er sich bei allen, die das Fest organisiert und auf die Beine gestellt hatten. Anschließend machte er das Ergebnis offiziell: „Er soll gucken, wenn es um Zahlen im Haushalt geht, aber nicht heute. Schluss, aus, es sind 750. Das war’s jetzt.“
Damit stand fest: Die Engelhelmser hatten ihre Dorfwette gegen den Bürgermeister gewonnen. Für Zentgraf heißt das nun, 750 Euro für die Nikolausaktion zu spenden und im Kindergarten von Engelhelms als Nikolaus aufzutreten.
