Lokales HEF 06.08.2026

500. Basisstation eingeweiht - Rößler: Digitalfunk ist ein Erfolgsprojekt

Nentershausen (pm/gü) – Das Tetra-Digitalfunknetz in Hessen gewährleistet für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben landesweit eine schnelle und zuverlässige Kommunikation. Basisstationen, die über ganz Hessen verteilt sind, sorgen für eine nahezu 100-prozentige Netzabdeckung. Innenstaatssekretär Martin Rößler hat bei einem Termin in Nentershausen die 500. Tetra-Basisstation eingeweiht. Das Land Hessen hat in die neue Tetra-Basisstation, die mit moderner Glasfasertechnik angebunden ist, 225.000 Euro investiert.

Innenstaatssekretär Martin Rößler unter anderem mit dem HPT-Präsidenten Frank von der Au, dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Norbert Fischer, dem Landrat Torsten Warnecke, dem Landtagsabgeordneten Martin Schörner und weiteren Einsatzkräften. Foto: Klaus Mendrzick / HMdI

Martin Rößler bezeichnete die Einführung und den Betrieb des Tetra-Digitalfunks in Hessen als Erfolgsprojekt und dankte allen Beteiligten: „Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz müssen sich in alltäglichen Einsätzen und außergewöhnlichen Lagen störungsfrei verständigen können. Der Tetra-Digitalfunk gewährleistet dies seit vielen Jahren. Die 500. Tetra-Basisstation in Nentershausen leistet zusammen mit den anderen hessischen Stationen einen Beitrag zur insgesamt hervorragenden Netzabdeckung im Land. Die Einführung des Digitalfunks in Hessen ist ein Erfolgsprojekt, das Einsatzkräften im ganzen Land eine schnelle und zuverlässige Kommunikation ermöglicht. Hessen war eines der ersten Bundesländer, die beim Aufbau des Tetra-Digitalfunks außer der Polizei auch die anderen Blaulicht-Organisationen einbezogen und einen Alarmempfänger für ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt haben. Ich danke allen, die beim Aufbau und Betrieb des Tetra-Mobilfunknetzes in Hessen mitgewirkt haben. Mein Respekt gilt außerdem den zahlreichen Einsatzkräften, die den Digitalfunk Tag für Tag im Einsatz nutzen, um die Sicherheit und die Rettung von Menschen in Not bestmöglich zu gewährleisten.“

Das Land Hessen hatte sich bereits seit 2004 intensiv mit neuer Funktechnik befasst und war auf die Einführung des Tetra-Digitalfunks, für die der Bund und die Länder 2007 ein Verwaltungsabkommen schlossen, deshalb gut vorbereitet. Beim Netzaufbau wurde in Hessen zusätzlich zur Umstellung des Sprechfunks von analoger auf digitale Technik auch frühzeitig die Alarmierung ehrenamtlicher Einsatzkräfte berücksichtigt. Schon beim Abschluss des Projekts Netzaufbau in Hessen 2013 gab es im Land etwa 400 Tetra-Basisstationen für den Sprechfunk.

Das Hessische Polizeipräsidium für Technik (HPT) treibt den weiteren Netzausbau in Hessen in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Bau- und Immobilienmanagement und der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben weiter voran. Mehr als 99 Prozent der Landesfläche weisen im Freifeld eine Digitalfunkversorgung auf. Aktuell investiert das Land jährlich etwa 34 Millionen Euro, um Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eine krisenfeste Funktechnik zur Verfügung zu stellen.

HPT-Präsident Frank von der Au sagte anlässlich der Einweihung der 500. Tetra-Basisstation: „Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in Einsatzlagen oder bei Notfällen schnell und effektiv Hilfe leisten. Das gilt im ländlichen Raum genauso wie im städtischen Umfeld. Die neue Basisstation in Nentershausen gewährleistet die zuverlässige und krisensichere Kommunikation in diesem Einzugsgebiet. Sie ist damit ein weiterer Baustein für die nahezu 100-prozentige Netzabdeckung in Hessen.“