Lokales FD 28.08.2026

25. Gaalbernfest in Hünfeld eröffnet – Fassanstich mit Hindernissen

Hünfeld – Von Silas Messing – Über Hünfeld lachte am Freitagabend tatsächlich die Sonne – zumindest sinngemäß. Bürgermeister Benjamin Tschesnock eröffnete im Stiftsbezirk das 25. Gaalbernfest und blickte dabei auf die Geschichte des mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Festes zurück. Für einen kurzen Moment geriet der traditionelle Weinfassanstich allerdings ins Stocken: Der Hammer fehlte.

Gute Laune bei der Eröffnung. Fotos: Silas Messing.

Aller Anfang ist schwer – besonders ohne Hammer: Beim Fassanstich des 25. Gaalbernfestes fehlte zunächst das wichtigste Werkzeug.

Weinkönigin Elisabetta I. mit ihren Weinprinzessinnen Joanne und Selina.

„Über Hünfeld lacht die Sonne, egal bei welchem Wetter und heute ganz besonders“, begrüßte Tschesnock die Besucher im Stiftsbezirk. Das Gaalbernfest sei längst fester Bestandteil des Hünfelder Veranstaltungskalenders. In diesem Jahr wird die Veranstaltung zum 25. Mal gefeiert.

Dabei erinnerte der Bürgermeister daran, dass das Fest eng mit dem Hessentag verbunden ist. „Schließlich ist das Gaalbernfest aus dem Weindorf des Hessentages hervorgegangen“, sagte Tschesnock. 1999 war das Fest anlässlich des Landeskindertrachtentreffens erstmals ins Leben gerufen worden. Nach dem Hessentag 2000 wurde das Weindorf im Stiftsbezirk schließlich zur festen Heimat des Gaalbernfestes. Seit 2001 wird dort jährlich gefeiert

Zur Eröffnung begrüßte Tschesnock zahlreiche Gäste, darunter Landrat Bernd Woide, seinen Amtsvorgänger Stefan Schwenk, Ehrenbürgermeister und Ehrenstadträtin sowie weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Einen besonderen Dank richtete er an die Sponsoren und Helfer, ohne deren Unterstützung ein solches Fest bei freiem Eintritt nicht möglich sei.

Auch Petra Richter-Rehberg, die bereits im Hessentagsbüro tätig war und heute die organisatorische Verantwortung für das Gaalbernfest trägt, hob Tschesnock ausdrücklich hervor. „Sie trägt heute die organisatorische Verantwortung für dieses tolle Fest“, sagte der Bürgermeister und bedankte sich für ihren Einsatz.

Für die musikalische Eröffnung sorgten die Jagdhornbläser von Diana Hünfeld. Anschließend sollte der traditionelle Weinfassanstich folgen. Dafür holte Tschesnock unter anderem Landrat Bernd Woide, Werner Deisenroth und Frank Steinacker nach vorne. Auch die Groß-Umstädter Weinhoheiten waren mit dabei: Weinkönigin Elisabetta I. sowie ihre Weinprinzessinnen Joanne und Selina. Doch bevor der erste Schlag auf das Fass erfolgen konnte, fehlte ein entscheidendes Utensil: der Hammer. Kurz musste deshalb improvisiert und das passende Werkzeug organisiert werden.

Die Weinkönigin nahm den kleinen Zwischenfall mit Humor. „Als Weinkönigin ohne Weinglas oder ohne Sektglas fühlt man sich ein bisschen nackig“, sagte Elisabetta I. und lud die Besucher zum gemeinsamen Anstoßen ein. „Ein Trinkgefäß, sobald es leer ist, macht keine rechte Freude mehr“, scherzte sie und wünschte den Gästen „Sehr zum Wohl“.

Auch für Tschesnock war der Auftakt des Festwochenendes eine Gelegenheit, sich bei den Menschen zu bedanken, die das Gaalbernfest seit Jahren möglich machen. Neben den Sponsoren richtete er seinen Dank an die Standbetreiber, die an den vier Festtagen für die kulinarische Versorgung sorgen, sowie an die Anwohner des Stiftsbezirks.

„Ohne ihre Nachsicht, wenn einmal etwas länger gefeiert wird, wäre das Gaalbernfest hier im Stiftsbezirk, mitten im Herzen unserer Stadt, nicht möglich“, sagte Tschesnock. Sein Appell an die Anwohner: „Sie feiern einfach mit.“

Nach der offiziellen Eröffnung übernahm die Band „Sahnesteif“ die Bühne und läutete den ersten Partyabend des Jubiläumsfestes ein. Bis Montag verwandelt sich der Stiftsbezirk wieder in eine Festmeile. Am Samstag stehen unter anderem die „Soundaholics“ auf der Bühne. Am Sonntag folgen zahlreiche Programmpunkte für Familien sowie Musik und Unterhaltung. Den Abschluss bildet am Montag der traditionelle Amtsbockbieranstich.