Kegeln 29.08.2026

2. Bundesliga – Neuhof startet unverändert – Auftakt beim Titelfavoriten

Neuhof (pf) – Die KSG Neuhof greift wieder ein: Nach der ganz souveränen Meisterschaft auf Hessenebene ist das Team aus Osthessen zurück in der 2. Bundesliga im Sportkegeln. Die Neuhofer starten am Samstag in die neue Saison – und es wartet gleich ein Auswärtsspiel beim großen Titelfavoriten in Trier. Für die KSG ist das Ziel eindeutig: es geht nur um den Klassenerhalt.

Nach dem Aufstieg ist vor der Mission Klassenerhalt. Die KSG Neuhof steht vor dem Auftakt in der 2. Bundesliga Süd. Archivfoto: Verein

Früher waren die Neuhofer auch schon der 2. Liga Nord zugeordnet – diesmal ging es nach dem Hessenliga-Aufstieg in die Süd-Staffel, wo die KSG aber auch schonmal heimisch war. „Das liegt an der geografischen Lage in der Mitte. Die hessischen Teams springen immer wieder zwischen den Staffeln hin und her. In der Südgruppe sind die meisten Mannschaften aus dem Saarland und Rheinland-Pflanz, in der Nordgruppe die Teams aus NRW und Niedersachsen“, erklärt Neuhofs Sportwart Johannes Faulstich, der das Amt gemeinsam mit Lucas Faulstich und Denis Happ ausübt.

Für die Neuhofer geht es am Samstag um 13 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim SKV Trier los – und der Auftakt hat es direkt in sich. Trier ist „absoluter Titelkandidat Nummer eins“, sagt Faulstich und ergänzt: „Die Mannschaft ist im letzten Jahr aus der Bundesliga abgestiegen und geht mit unverändertem Kader in die Saison. Angeführt wird die Mannschaft von Nico Klink. Er ist einer der besten Einzelspieler in Deutschland und aktueller Deutscher Einzelmeister und war auch schon Weltmeister in diversen Disziplinen Daneben sind auch Thomas Steines und der Luxemberger Luca Wolter zu beachten“. Auch Gilzem II, Saarbrücken und Stromberg waren im Vorjahr oben mit dabei und sind wieder stark einzuschätzen. Mitaufsteiger neben Neuhof sind aus dem Saarland die Reserve vom Rekordmeister KF Oberthal und aus Rheinland-Pfalz KSV Osburg-Riol. Komplettiert wird die Staffel von Beckingen, Hüttersdorf II und Daun-Weiersbach. Auch viele starke Einzelspieler tummeln sich in der 2. Liga Süd – so beispielsweise Marian Leis (aktueller Einzel-Weltmeister) vom Aufsteiger Osburg-Riol und Dominik Werner (Deutscher Meister 2023) aus Daun-Weiersbach. Das Publikum kann sich also auf sehr guten Kegelsport bei den Heimspielen der KSG in Rommerz freuen.

Auswärts kommen hingegen neue Herausforderungen hinzu: Die Anlagen in Trier, Gilzem, Saarbrücken, Stromberg, Oberthal, Hüttersdorf und Daun-Weiersbach kennen die Neuhofer zwar, doch die Bahnen in Beckingen und Osburg sind „Neuland“. Im Vergleich zur Hessenliga haben Gäste auf Bundesliga-Ebene aber zumindest 30 Minuten Zeit zum Einspielen. „Damit kann man sich schon etwas mit den Bahnverhältnissen vertraut machen“.

Als klares Ziel hat die KSG Neuhof natürlich den Klassenerhalt ausgegeben – es soll nicht direkt wieder runter gehen. „Dieser wäre mit Platz sechs auf jeden Fall gesichert“, erklärt Faulstich. Ansonsten gebe es dann noch über die Playdowns die Chance, die Klasse zu halten.

Im Kader der Neuhofer hat sich derweil nichts verändert – die KSG geht unverändert in die Saison. Die Startformation bilden Jens Vogel, David Köhler, Lucas Faulstich, Werner Balzer, Tim Happ und Denis Happ. Sofern einzelne Spieler nicht können, steht als erster Backup Frank Vogel bereit. Weiterhin kann das Team auf Jörg Happ, Manfred Kullmann und Johannes Faulstich zurückgegriffen werden.

Balzer ist der erfahrenste Akteur und hat schon über 500 Spiele für die KSG Neuhof absolviert. Die Spitzenspieler sind Jens Vogel und David Köhler, mit denen man auch auswärts immer rechnen muss. Dahinter haben Denis und Tim Happ einen weiteren Sprung gemacht. „Tim steht im Nationalkader U24 und kämpft gerade um einen Startplatz bei der U24-WM in 2027 in Brasilien. Denis wurde nach der diesjährigen Deutschen Meisterschaft in den deutschen Herren-Förderkader berufen“, so Faulstich. Bei den deutschen Meisterschaften 2026 haben es beide unter die besten Acht geschafft.

Zunächst spielt in der Süd-Staffel jeder gegen jeden in Hin- und Rückspielen – von August 2026 bis Mitte Februar 2027. Die besten vier Teams spielen um den Aufstieg, für Platz fünf und sechs ist die Saison dann schon beendet. Die letzten vier Mannschaften spielen in den Playdowns gegen den Abstieg. Die beste Mannschaft dort hält die Klasse, die beiden schlechtesten Mannschaften steigen ab. Platz zwei der Playdowns spielt dann noch ein Relegationsspiel gegen den zweiten Platz der anderen Staffel um den letzten verbleibenden Platz in der 2. Bundesliga. Dieses Relegationsspiel findet auf einer neutralen Anlage statt.