Die Freiwillige Feuerwehr Steinau an der Straße hat fast 300, die Stadtteilfeuerwehr Uerzell-Neustall rund 30 aktive Einsatzkräfte. Anlässlich ihres Jubiläums richteten die Feuerwehrleute aus Uerzell und Neustall ein langes Festwochenende mit einem Umzug und außerdem den Unterverbandstag des Kreisfeuerwehrverbands Main-Kinzig-Kreis - Unterverband Schlüchtern aus.
Martin Rößler betonte anlässlich seines Besuchs die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren in Gemeinden, Stadt- und Ortsteilen: „Das Land Hessen hat seine flächendeckende Versorgung im Brandschutz nicht nur den Feuerwehren der Städte zu verdanken. Eine ebenso unverzichtbare Rolle spielen die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden, Stadt- und Ortsteile in ländlichen Regionen. Das zeigt sich am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Uerzell-Neustall deutlich. Die beiden ländlich gelegenen Stadtteile haben zusammen nur etwa 500 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Freiwillige Feuerwehr Uerzell-Neustall ist als Stadtteilfeuerwehr von Steinau an der Straße aber 100-prozentig einsatzbereit und leistungsfähig, wenn es ums Retten, Löschen, Bergen und Schützen geht. Hinzu kommen Beiträge zum gesellschaftlichen Leben in der Region, die gemessen an der Größe der Stadtteilwehr herausragend sind. Besondere Erwähnung verdient hier das von der Feuerwehr federführend organisierte Forellenfest, das sich über die Region hinaus großer Beliebtheit erfreut und immer wieder mehr als 1000 Gäste anlockt.“
Weiter führte Rößler aus: „Ohne Menschen, die in ihrer Freizeit die Ärmel hochkrempeln und anpacken, sind professioneller Brandschutz und geselliges Miteinander nicht möglich. Deshalb danke ich allen, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr Uerzell und Neustall engagieren, von Herzen. Ich danke besonders jenen, die sich in der Kinder- und Jugendfeuerwehr des Stadtteils für einen motivierten Feuerwehrnachwuchs stark machen. Junge Leute an den Brandschutz heranzuführen ist eine ehrenwerte Aufgabe und eine kostbare Investition in den die Zukunft des hessischen Brandschutzes.“
Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes
In Steinau an der Straße hatte die Förderung im Bereich des Brandschutzes seit 2020 ein Volumen von mehr als 400.000 Euro. Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.
Im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.
Hintergrund zur Ehrenplakette
Mit der Ehrenplakette des Landes Hessen werden langjährige Verdienste von Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren, aber auch von Feuerwehr-Fördervereinen anlässlich eines 100-, 125- 150- oder 175-jährigen Bestehens gewürdigt. Die Verleihung ist auf Antrag rückwirkend für Jubiläen ab dem 1. Januar 2012 möglich.
