Lokales FD 22.04.2026

Zuse-Schule auf Messefahrt – Holz und Fensterbau in Nürnberg

Nürnberg (pm/gü) – Die Abteilung Holztechnik der Konrad-Zuse-Schule besuchte mit fast 90 Schülerinnen und Schülern das Messeduo „HolzHandwerk“ und „FensterbauFrontale“ in Nürnberg. Bei diesen beiden Fachmessen kommen Handwerksbetriebe, Hersteller und Zulieferer der Holzbe- und -verarbeitung alle zwei Jahre zusammen, um die neuesten Technologien, Materialien und Trends zu präsentieren beziehungsweise zu entdecken.

Auszubildende der Ausbildungsberufe Tischlerin/Tischler, Fachpraktikerin/Fachpraktiker für Holzverarbeitung und Holzmechaniker mit ihren Lehrern Michael Kirchner (vorne links) und Nils Küster (oben links) vor dem Eingang zur Holzhandwerk-Messe in Nürnberg. Fotos: Henning Ahrens

Eine Teilnahme der Konrad-Zuse-Schule war schon frühzeitig ins Auge gefasst, und unter der Federführung von Holztechnik-Lehrer Michael Kirchner machten sich auch in 2026 wieder insgesamt fast 90 angehende Tischlerinnen und Tischler, Fachpraktikerinnen und Fachpraktiker für Holzverarbeitung und Holzmechaniker, das gesamte Team der Holztechnik sowie einige Gäste in zwei modernen Rhönsegler-Reisebussen auf den Weg nach Nürnberg.

Besonderes Interesse fand in diesem Jahr eine „Materialshow“ des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern unter dem Titel „DesignObjekt – ObjektDesign“. Gezeigt wurden hier viele Materialien, die bisher kaum im Schreinerhandwerk genutzt werden, aber enormes Potential für neue gestalterische Impulse bieten. So bietet die Firma Organoid neuartige Naturmaterialien zur Beschichtung und Gestaltung von Wänden und Möbeloberflächen mit Namen wie „Almwiese“, „Kornblume“ oder „Moos hellgrün“ an. Auch der Trend in der Verwendung von Althölzern hält an. Da die „echten“ Vorräte nahezu erschöpft sind, wird bei größeren Querschnitten zunehmend preisgünstige Fichte mit Altholzfurnier beschichtet oder durch Dämpfung oder Thermobehandlung der natürliche Alterungsprozess nachgeahmt.

Auch der „Holz-Handdwerk Campus“ in Halle 11 war für viele Besucher und Besucherinnen eine wichtige Anlaufstelle, da es hier um Informationen rund um Aus- und Weiterbildung, Spezialisierung und Karrierechancen im Tischlerhandwerk ging. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, hier direkt mit Fachleuten diverser Fach-, Meister- oder Hochschulen, zum Beispiel der Holzfachschule Bad Wildungen, ins Gespräch zu kommen und eventuell sogar schon die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen.

Insgesamt war die Fahrt sowohl aus Sicht der Kollegen der Holztechnik als auch der Schülerinnen und Schüler wieder ein voller Erfolg, so dass einer Wiederholung im März 2028 zur nächsten „HolzHandwerk“ nichts im Wege stehen sollte.