Die Deutsche Bahn (DB InfraGo) ist bei den Bauarbeiten im Kinzigtal im Rahmen der Osterferien-Sperrung planmäßig vorangekommen. Im nördlichen Bereich der Strecke wurde die Sperrung für notwendige Oberbauarbeiten genutzt. Großmaschinen sorgten dafür, dass der bestehende Schotter gereinigt, mit neuem Schotter aufgefüllt und im nächsten Schritt Gleise erneuert wurden. Gleichzeitig untersuchten auch hier Fachfirmen im Gleisbereich den Untergrund für die weitere Planung der Korridorsanierung Kinzigtal, die vom 13. August 2027 bis zum 4. Februar 2028 umgesetzt wird. Am Bahnhof Schlüchtern löst ein neues Vordach vor dem Aufzug am Mittelbahnsteig die bisherige provisorische Überdachung ab. Nach der Streckensperrung wird hier noch weitergearbeitet: In der Unterführung werden neue Beleuchtungen angebracht, zudem erhält die Decke einen neuen Anstrich.
Wichtige Meilensteine wie der Brückenabriss in Gelnhausen und der Einbau neuer Weichen in Wolfgang sind bereits vor dem Wochenende erfolgreich umgesetzt worden. In den Tagen vor Ostern zerlegten die Bauteams in Gelnhausen die Wirtschaftsbrücke „Am Bruchweg“ in Einzelteile, um diese anschließend mit einem Kran ausheben zu können. Parallel dazu begannen die Firmen mit dem Rückbau der alten Lärmschutzwände im Bereich des Bahnhofs Hailer-Meerholz. Auch weiter südlich, in und um den Bahnhof Wolfgang, liegen die Arbeiten im Zeitplan: Hier werden sieben Weichen ersetzt, um die Strecke zuverlässiger zu machen. Die Gemeinde Rodenbach nutzte die Sperrzeit, um die baufällige Personenüberführung durch ein barrierefreies Provisorium zu ersetzen. Dieses bleibt bis zum Neubau der Personenunterführung im Rahmen des viergleisigen Ausbaus in diesem Bereich bestehen. Zwischen Gelnhausen und Wirtheim untersuchen Fachfirmen im Gleisbereich den Untergrund, um wichtige Erkenntnisse für die Planung des weiteren viergleisigen Ausbaus zu gewinnen. Die Erkundungen setzen sie im Anschluss an die Sperrung im umliegenden Bereich fort und werden dort bis in den Herbst hinein tätig sein.
Die DB bündelte in diesen gut zwei Wochen der Osterferien gezielt verschiedene Bauarbeiten entlang der Strecke, um Einzelsperrungen und damit verbundene Einschränkungen für Reisende weitestgehend zu reduzieren. Dennoch kommt der viergleisige Ausbau im Abschnitt Hanau – Gelnhausen nicht gänzlich ohne weitere Sperrungen aus. Kommende Sperrungen in diesem Jahr werden jedoch kleinräumiger und deutlich kürzer ausfallen.
Ersatzverkehr nach Kundenfeedback angepasst
„Rückmeldungen der Fahrgäste zum Ersatzverkehr wurden berücksichtigt und Verbesserungen kurzfristig umgesetzt“, schreibt die DB in einer Pressemitteilung. In den Hauptverkehrszeiten seien zusätzliche Busse im Einsatz, um die große Nachfrage zu bedienen. In Hanau stand während der Werktage ein Buskoordinator am Bahnhof bereit, um die Fahrgäste gezielt zu unterstützen.
Wiederaufnahme des Zugbetriebs und Inbetriebnahme neuer Infrastruktur
Ab heutefahren die Züge des Regional- und Fernverkehrs auf der Achse Hanau-Fulda wieder planmäßig. Darüber hinaus nimmt im Abschnitt Lieblos-Gelnhausen die Lahn-Kinzig-Bahn (RB46) ihren Betrieb auf. In den vergangenen zwei Jahren wurde der fünf Kilometer lange Streckenabschnitt umfassend erneuert, der Bahnhof Lieblos zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut und am Bahnhof Gelnhausen der neue barrierefreie Bahnsteig 1a errichtet. Im nördlichen Bereich der Lahn-Kinzig-Bahn bleiben weitere Bauarbeiten notwendig. Vom 9. bis zum 23. Mai 2026 erneuert die DB zwischen Nidda und Glauburg-Stockheim die Gleise, was sich auf die gesamte Strecke auswirkt und eine erneute Sperrung bis Gelnhausen erforderlich macht. In diesem Zeitraum wird für die Reisenden erneut ein Ersatzverkehr eingerichtet. Informationen hierzu erhalten Fahrgäste auf www.hlb-online.de.
