Lokales FD 30.04.2026

Vonderau Museum würdigt Lioba Munz: Sonderausstellung eröffnet

Fulda (pk) – In der Kapelle des Vonderau Museums wurde am Mittwoch die Sonderausstellung „Lioba Munz – Ordensfrau und Künstlerin“ feierlich eröffnet. Nach dem Festakt bot sich den Besuchern auf zwei Etagen die Gelegenheit, eine Auswahl ihrer Kunstwerke zu besichtigen.

Foto: Paul Kukula

Museumsleiter Dr. Frank Verse begrüßte das Publikum in der voll besetzten Kapelle, darunter besonders die Schwestern der Benediktinerinnenabtei Fulda. In seiner Ansprache skizzierte Verse den Lebenslauf der Künstlerin, die von 1934 bis 1997 in der Abtei zur Heiligen Maria in Fulda lebte. Diese feiert in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. Er betonte dabei: „Ohne die Unterstützung des Benediktinerinnenordens wäre ihr Werk so nicht möglich gewesen.“ Ihre Begabung zeigt sich in zahlreichen religiösen Arbeiten, von feinen Zeichnungen über Goldschmiedearbeit bis hin zu Flügelaltären. Für dieses Schaffen erhielt sie 1986 den Kulturpreis der Stadt Fulda.

Kuratorin Vanessa Pape verdeutlichte die Dimension des Werkes: „Wir könnten quasi ein bis zwei weitere Museen dieser Größe alleine mit ihrem ganzen Nachlass füllen.“ Neben Kunstwerken gehören auch Entwürfe, Werkzeuge und private Fotoalben zu dem Bestand, den das Museum 2019 als Dauerleihgabe erhielt. Auch der ehemalige Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler kam zu Wort. Um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen, müsse laut Preusler auch über „1700 Jahre enger Bindung zwischen den Künsten und dem Bekenntnis zu Christus“ gesprochen werden. Das „Quintetto Alegro“ mit Johanna Boschmann, Meline Fransen, Fiona Fransen, Dora Eszes und Svea Gutmann der städtischen Musikschule unter Leitung von Lidia Koch begleitete die Feier musikalisch.

Die Ausstellung ist bis zum 2. August im Vonderau Museum zu sehen. Das Begleitprogramm umfasst zudem kombinierte Führungen, die neben der Galerie auch Orte im Stadtgebiet einbeziehen, an denen das Wirken von Lioba Munz bis heute präsent ist.

Sonderausstellung von Lioba Munz eröffnet. Fotos: Paul Kukula