osthessen-zeitung.de 26.04.2026

Verkaufen trotz Totalschaden - Defektwagen können gutes Geld einspielen

Osthessen (pm/rg) - Wenn das Auto ausfällt, ist das ärgerlich. Die Diagnose Totalschaden bedeutet jedoch nicht, dass sich kein Geld aus dem Wagen herausholen lässt. Für Händler sind selbst komplett fahruntüchtige Autos Fundgruben für Ersatzteile. Welchen Preis man erzielen kann, hängt stark vom Vorgehen ab. Auf diese Dinge sollten Verbraucher achten.

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Eine gute Nachricht vorneweg: Schwierigkeiten mit internationalen Lieferketten und die Umstellung des Automarkts auf E-Autos führen aktuell dazu, dass Ersatzteile stark gefragt sind. Wie man den größten Wert aus dem Wagen herausholt? Dabei spielen zwei Faktoren eine Rolle. Das ist das Automodell und die bestehende Nachfrage für diese Marke zum einen. Auf der anderen Seite die Einschätzung des Wagens und die Wahl des richtigen Verkaufswegs.

Schaden einordnen und den richtigen Verkaufsweg wählen
Im ersten Schritt sollte der Schaden eingeordnet werden. Üblicherweise liegt zum Auto ein Feedback aus der Werkstatt vor. Bei manchen Schäden lohnt sich die Reparatur nicht. Die Reparatur eines Motorschadens bei einem alten Auto kann den schlussendlichen Wert des Wagens deutlich übersteigen. In dem Fall ist es besser, wenn Besitzer ihr Auto mit Motorschaden verkaufen - und zwar ohne vorherige Reparatur. Ein privater Verkauf an Bastler erzielt die höchsten Preise. Das ist nicht bei allen Modellen möglich. Und oft sucht man auf dem Weg lang nach Käufern. Die Alternative sind Händler für den Ankauf von Unfallwagen und Fahrzeugen mit Totalschaden.

Die wichtigsten Faktoren bei der Händlerauswahl
- kostenlose Schätzung des Gegenwerts
- fairer Kaufpreis auf Basis der Schätzung
- kostenlose Abholung des Defektwagens vor Ort
- Verkaufsmöglichkeit ohne viel Organisation

Auf professionelle Einordnung beim Verkaufspreis achten
Wer den Weg über spezialisierte Händler wählt, kann sein Auto schnell und ohne großen Organisationsaufwand verkaufen. Allerdings sollte man hier auf zwei Dinge achten. Die Schätzung sollte den aktuellen Zustand des Defektwagens berücksichtigen. Sie sollte gezielt für die Automarke erfolgen und die konkreten Schäden berücksichtigen. Das Ergebnis kann die Basis für einen möglichen Verkaufspreis bilden. Dabei sollte man sich auf eine faire Ansage verlassen können und nicht mit langen Preisverhandlungen konfrontiert werden. Achten sollte man an der Stelle auf eine kostenlose Abholung des fahruntüchtigen Wagens. Autoankaufhändler bieten diese an. Damit sparen sich Verbraucher eigene Transportkosten.
Die Ausgaben für vermeidbare Folgekosten reduzieren
Eine dritte Option sind Fahrzeuge mit Schäden, die prinzipiell behebbar sind, deren Reparatur in Deutschland aber zu teuer wird. In solchen Fällen kann man sich für den Export-Verkauf entscheiden. Diese verkaufen die Fahrzeuge ins Ausland. Dort werden sie günstiger repariert und als Gebrauchtwagen verkauft. Seit Kurzem sind bei dem Verkaufsweg innerhalb der Europäischen Union gesonderte TÜV-Nachweise oder Gutachten notwendig. Ob der Händler diesen Weg geht, liegt am Ende bei ihm. Als Verkäufer von fahruntüchtigen Wagen sollte man vor allem darauf achten, dass man vermeidbare Folgekosten wie Abschleppung und unnötige Zusatzreparaturen vermeidet.