Nach dem glanzlosen Einzug ins Kreispokal-Finale am Ostersamstag ist die SG Bad Soden nun wieder in der Liga gefordert, zu Gast an der Bornwiese ist der abstiegsbedrohte SC Willingen. Der Trainer der Sprudelkicker warnt jedoch davor, die Aufgabe gegen den SCW auf die leichte Schulter zu nehmen – zumal auch die äußeren Bedingungen nach wie vor einen großen Einfluss auf die Partie haben werden, wie Schmidt vermutet: „Wir tun uns momentan schwer, klare Chancen zu kreieren. Das hängt aber auch mit den Platzverhältnissen zusammen, die aktuell alles andere als optimal sind“, erläutert der Coach und erinnert sich an das letzte Heimspiel seines Teams gegen Vellmar: Die Sodener Bornwiese war nur schwer bespielbar, dennoch gewannen die Sprudelkicker deutlich mit 5:0 – Trumpf waren auf einem tiefen Rasen unter anderem die Standards, drei Mal traf Bad Soden nach Eckbällen. „Darauf wird es auch gegen Willingen wieder ankommen“, blickt Schmidt voraus: „Wir müssen die Dinge, die wir gegen Vellmar gut gemacht haben, am Samstag wiederholen. Fußballspielen wird schwierig werden, dadurch reduziert sich auch das Verhältnis zwischen vermeintlichem Favorit und Underdog.“
Überhaupt sieht der Sodener Übungsleiter in diesem Jahr eine ausgeglichenere Liga als beispielsweise noch im Vorjahr: „Das hat sich etwas angepasst. Du musst in jedem Spiel aufpassen.“ Das gelte auch für das Duell mit dem abstiegsbedrohten SC Willingen, zumal Schmidt den kommenden Gegner gut kennt: „Sie schalten schnell um, haben gute Laufwege in die Tiefe und darüber hinaus auch Spieler, die die Bälle gut festmachen können, wenn es darauf ankommt“, betont der Sodener Trainer und spricht unter SCW-Urgestein Jan-Henrik Vogel an, der bei den Nordhessen die Fäden im offensiven Mittelfeld zieht. „Letztendlich wird es darauf ankommen, wer mit den Verhältnissen am besten umgehen kann“, weiß Schmidt, der für das Duell mit den Nordhessen noch einige personelle Fragezeichen im Kader hat: „Aus dem Pokalspiel haben wir noch ein paar angeschlagene Spieler, Nico Damm hat sich die Leiste gezerrt und Christoph Neiter was auf den Knöchel bekommen. Ich gehe aber davon aus, dass beide das bis zum Samstag hinbekommen und wir hoffen natürlich, das bis dahin ansonsten nichts mehr passiert.“
Ein gänzlich anderes Kaliber als Bad Soden hat die SG Eiterfeld/Leimbach vor der Brust: Spitzenreiter Hessen Kassel II gibt am Samstag (15 Uhr) seine Visitenkarte in der Marktgemeinde ab – allerdings nicht am Eiterfelder Hain, sondern auf dem kleinen Rasenplatz in Leimbach. „Der Platz in Eiterfeld ist noch nicht soweit, wir haben außerdem jetzt schon ein paar Mal in Leimbach auf Rasen trainiert“, nennt SGEL-Coach Andjelko Urosevic die Gründe für die Platzwahl und fügt augenzwinkernd an: „Und vielleicht kommt Kassel mit dem kleinen Platz nicht ganz so gut zurecht.“ Der Trainer ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, die auf sein Team zukommt: „Es gibt im Moment wohl keinen schwierigeren Gegner. Wenn man aber in dieser Liga spielen will, muss man gegen jeden bestehen – gerade zuhause.“
Dementsprechend begegnet der Coach dem Tabellenersten zwar mit Respekt, gibt sich aber dennoch kämpferisch: „Wir haben nichts zu verlieren und gehen mit Selbstvertrauen in das Spiel. Wir haben im Pokal schon gezeigt, dass wir starken Gegnern Paroli bieten können“, verweist Urosevic auf das Kreispokal-Halbfinale gegen Hessenligist Hünfeld, in dem die SGEL dem Favoriten das Leben 80 Minuten lang mehr als schwer machte. „Wenn wir defensiv diszipliniert auftreten, ist da durchaus was für uns drin“, betont der Trainer abschließend, der voraussichtlich auf Levi Köller (Sprunggelenk) verzichten muss. Hinter den Einsätzen von Samuel Hildebrand und Hendrik Stumpf (beide krank) steht ebenfalls noch ein Fragezeichen.
Neben Bad Soden und Eiterfeld ist auch der SV Steinbach am Samstag gefordert: Die Elf von Petr Paliatka will die Derbyniederlage gegen Bad Soden an Gründonnerstag vergessen machen und mit einem Sieg beim Lichtenauer FV den Abstand auf den Relegationsplatz nicht noch größer werden lassen. In die Erfolgsspur zurückkehren will außerdem der SV Flieden nach dem ernüchternden 0:3 am Ostermontag in Wabern – mit dem FSV Wolfhagen wartet allerdings ein ähnliches schweres Kaliber auf die Buchonia.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Lichtenauer FV – SV Steinbach
Eiterfeld/Leimbach – Hessen Kassel II (in Eiterfeld)
Bad Soden – Willingen
16 Uhr
Flieden – Wolfhagen
Sonntag
15 Uhr
Eichenzell – Dörnberg
Hofbieber – Vellmar
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (in Lehnerz)
Johannesberg – Calden/Meimbressen
