„Das war auf jeden Fall verdient“, befand Paliatka nach dem Auswärtserfolg: „Wir waren wieder nicht voll besetzt, es fehlen nach wie vor einige. Aber das war jetzt auch mal gut für den Kopf. Die Stimmung war gut, weil die Jungs gemerkt haben, dass wir so nicht weitermachen können. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt“, freute sich der Steinbacher Trainer, nachdem sein Team in den Wochen zuvor die gute Ausgangsposition für das Erreichen des Aufstiegsrelegationsplatzes durch drei Niederlagen in Folge eingebüßt hatte.
Bereits nach nicht einmal zehn Minuten war die Partie auf dem schwer bespielbaren Platz in Obervellmar so gut wie entschieden: Ein Eigentor von Luka Jozanovic nach Flanke von Leon Wittke sorgte für die frühe Steinbacher Führung (4.), ehe Simon Hennighausen mit dem Außenrist von der Strafraumkante den schönsten Treffer des Tages nachlegte (8.). „Ein absolutes Traumtor“, lobte auch Paliatka. „Durch einen dummen Fehler im Spielaufbau kassieren wir dann den Anschluss, antworten aber direkt und gehen dann mit dem 3:1 in die Halbzeit. Dann war es nur die Frage, ob Vellmar zum Anschluss kommt oder wir den Deckel drauf machen“, so der Steinbacher Trainer – nach dem Seitenwechsel passierte jedoch zunächst weder das eine noch das andere. Die Gäste verteidigten diszipliniert und sorgten mit Tempogegenstößen immer wieder für Entlastung, Vellmar fehlte es im Offensivspiel an Durchschlagskraft.
„Ich glaube, unser Torwart musste nach der Pause keinen einzigen Ball mehr halten“, analysierte Paliatka. So dauerte es bis in die Schlussphase, ehe Levin Riebold noch den vierten Steinbacher Treffer nachlegte – da war die Partie allerdings längst entschieden. „Ich muss die Jungs loben. Wir waren gut in den Zweikämpfen und haben es bei schwierigen Bedingungen geschafft, guten Fußball zu spielen.“
Vellmar: Gingel; Hesemeier, Aydin, Scherer, van der Veen, Jozanovic, Agyekum, Reimsche, Schade, Porada, Maslak (Sattorov, Geisler, da Silva)
Steinbach: Puig; T. Wiegand, F. Wiegand, Kehl, Hennighausen, Halimi, Wittke, Herbig, Brähler, Reith, Kovac (Ay, Reichmann, Riebold)
Tore: 0:1 Luka Jozanovic (3., Eigentor), 0:2 Simon Henninghausen (8.), 1:2 Enver Maslak (32.), 1:3 Hohman Halimi (33.), 1:4 Levin Riebold (89.)
Zuschauer: 100.
