Fußball 07.04.2026

Verbandsliga – Drei Kopfballgegentore: Flieden verteilt Ostergeschenke

Wabern (jah) – Die Restrundenbilanz des TSV Wabern gegen osthessische Teams ist weiter nahezu makellos: An Ostermontag ist es auch dem SV Flieden nicht gelungen, die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Verbandsliga zu bezwingen. Die Elf von Christian Kreß unterlag am Reiherwald mit 0:3 (0:2), in den sechs Spielen nach der Winterpause gelang es aus der Region damit weiterhin nur dem FC Eichenzell, gegen die Nordhessen zu punkten.

Ronaldo Zenunis (links) Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben – und der SV Flieden musste sich am Ende deutlich beim TSV Wabern geschlagen geben. Foto: Justin Klenner

„Ein absolut gebrauchter Tag für uns, so hätten wir uns den Ausflug da hoch schenken können“, haderte Kreß unmittelbar nach Abpfiff. Dabei wäre für die Gäste aus dem Königreich durchaus mehr drin gewesen, Chancen waren für die Buchonia schon im ersten Durchgang einige vorhanden: Nach etwas mehr als 20 Minuten hatten Ronaldo Zenuni und Louis Larbig eine Doppelchance, Wabern-Keeper Islam Elgaz war jedoch zur Stelle. Larbig war es anschließend auch, der die beste Fliedener Chance in der ersten Halbzeit hatte – Elgaz war schon geschlagen, die Nordhessen konnten den Ball aber gerade noch von der Linie kratzen (45.) – zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 0:2 aus Sicht der Gäste. „Wir hatten diese zwei Hundertprozentigen und machen sie nicht, Wabern schon. Das ist einfach der Unterschied“, war Kreß bedient.

Waberns Spielertrainer Patrick Herpe brachte den TSV per Kopf nach einer Flanke an den zweiten Pfosten bereits nach 13 Minuten in Führung, kurz vor der Pause erhöhte dann Martin Mühlberger durch ein praktisch identisches Tor. Diesmal flankte Herpe an den langen Pfosten und Mühlbergers Kopfball fand den Weg in den Kasten von Lukas Stüß. Die Hausherren waren vor allem zu Beginn der Partie spielbestimmend, beide Gegentreffer resultierten allerdings aus den einzigen beiden Waberner Großchancen – doppelt bitter aus Fliedener Sicht vor allem deswegen, weil der Elf von Christian Kreß nach einer knappen halben Stunde ein Strafstoß nach Foul an Kelvin Jasching verwehrt wurde.

Im zweiten Durchgang nahmen die Gastgeber merklich den Fuß vom Gaspedal, allerdings gelang es auch der Buchonia nicht, nochmal wirklich gefährlich zu werden. So plätscherte die Begegnung etwas vor sich hin, bis Niklas Müller nach etwas mehr als einer Stunde endgültig den Deckel auf die Partie machte – und wieder war es nahezu die gleiche Entstehung, wieder bekam der SV Flieden eine Flanke an den zweiten Pfosten nicht verteidigt (62.). Die Gäste hätten im Anschluss durch Ronaldo Zenuni immerhin verkürzen können (78.), der Ball wollte jedoch schlichtweg nicht ins Tor – und wenn doch, wurde der Treffer aufgrund einer Abseitsposition aberkannt (80.). „Wir bekommen drei Mal das identische Gegentor, immer stand einer frei. Dann bekommen wir einen klaren Elfmeter nicht, und auch das Abseitstor war fragwürdig“, ärgerte sich der Fliedener Coach sowohl über das Defensivverhalten seines Teams als auch über den Unparteiischen. Kreß‘ Team fehlte über die kompletten 90 Minuten das Spielglück, Wabern hingegen stand am Ende bei fast 100 Prozent verwerteter Chancen. „Sie machen aus drei Möglichkeiten drei Tore, so einfach ist das dann“, konstatierte der Fliedener Coach abschließend.

Wabern: Elgaz; Kuntze, Kördel, Mühlberger (71. Kuntz), Schmeer (69. Rohde), Witt, Klinge (56. Küllmer), Müller (76. England), Wendel, Konjarski (69. Herdt), Herpe

Flieden: Stüß; Schöppner, Chahibi, Hilgenberg (46. Si. Schäfer), Zenuni, Manß, Friedrich, Larbig (69. Barth), Alles, Müller (63. Sa. Schäfer), Jasching

Schiedsrichter: Christian Krafft (Volkmarsen)

Tore: 1:0 Patrick Herpe (13.), 2:0 Martin Mühlberger (39.), 3:0 Niklas Müller (62.)

Zuschauer: 250

Gelb-Rote Karte: Kelvin Jasching (90., Flieden)