Die RhönEnergie betreibt insgesamt 226 Busse in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rothenburg sowie im Main-Kinzig-Kreis. Trotz der angespannten Marktlage betont das Unternehmen, dass der Fahrbetrieb weiterhin stabil und zuverlässig gewährleistet werden kann. Dennoch geht die Erhöhung der Benzinpreise auch an dem Verkehrsbetrieb nicht spurlos vorbei. „Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise stellen eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für die RhönEnergie Verkehrsbetriebe dar“, heißt es von Unternehmensseite. Die RhönEnergie beobachte die aktuellen Entwicklungen daher sehr genau und ergreife laufend Maßnahmen, um die finanziellen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
Ob die hohen Preise an den Tankstellen bereits dazu führen, dass Menschen vermehrt auf den Bus umsteigen, lässt sich aktuell noch nicht sicher sagen. Aufgrund der laufenden hessischen Schulferien könne das Unternehmen hierzu noch keine finalen und belastbaren Zahlen vorlegen.
Beim Thema Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit fühlt sich die RhönEnergie durch die aktuelle Krise in ihrem Kurs bestätigt. Der Umstieg auf E-Mobilität soll nun zügig vorangetrieben werden. „Die Zahl unserer Elektrobusse wird von derzeit sieben auf 30 Fahrzeuge steigen“, erklärt das Unternehmen auf Nachfrage. Entsprechende Investitionsförderungen wurden bereits im vergangenen Jahr beantragt, und auch in Zukunft wird sich das Unternehmen weiter an Förderprogrammen beteiligen, um den Ausbau der Flotte zu finanzieren.
Einen Blick auf die weitere Entwicklung wagt das Unternehmen nur vorsichtig. Zwar lasse sich derzeit eine leichte Entspannung bei den Rohölpreisen beobachten, die erfahrungsgemäß etwas zeitverzögert bei den Endverbrauchern ankommt. Angesichts der unsicheren Weltlage bleibt eine genaue Vorhersage jedoch schwierig. „Gleichzeitig hoffen wir auf verlässliche politische Rahmenbedingungen und Unterstützungsmaßnahmen, um die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs langfristig zu sichern“, so das Fazit des Unternehmens.
