Aus einer spontanen Idee wurde eines Abends ein Instagram-Account und dann schnell ein fester Termin. „Ich bin 2025 nach Fulda gezogen und hab gemerkt, dass es recht schwierig ist, Leute kennenzulernen“, erzählt Arns-Bünnemeyer. Im Fitnessstudio Luma lernte sie dann Aschenbrücker kennen und die beiden Frauen freundeten sich an. Die Sache mit dem Leute kennenlernen blieb Thema und als sie zusammensaßen, kam die Idee mit dem Social Run auf. „Sarah hatte das schon in größeren Städten gesehen“, sagt Arns-Bünnemeyer. Eines Abends legten sie dann einfach den Instagram-Account socialrunfulda an und setzten als ersten Termin den 3. Januar an. „Wir haben uns damals gesagt, wenn nur zehn Leute kommen, würden wir uns freuen“, erzählt Arns-Bünnemeyer, doch schon bei der Premiere waren es drei- bis viermal so viele: „Jetzt knacken wir fast immer die 100-Teilnehmer-Marke.“
Schnell wurde der Sonntagmorgen zum festen Termin und die Heimat zur Anlaufstelle für den gemeinsamen Abschluss. Bei einem Wasser oder Kaffee können die Läufer ins Gespräch kommen – jeder bleibt so lange er oder sie möchte. Bei schönem Wetter ist vor der Heimat meist etwas mehr los als bei schlechtem Wetter. „Wir haben selbst schon mitbekommen, dass Leute ins Gespräch gekommen sind, die sich noch aus der Schule kannten und sich dann privat verabredet haben“, erzählt Arns-Bünnemeyer, die selbst auch so schon viele Leute kennengelernt hat. Auch Menschen, die alleine kommen, kämen beim Laufen oder hinterher schnell mit anderen ins Gespräch und das sei schön zu sehen. „Wir haben vor, in regelmäßigen Abständen auch Events zu starten, für die wir dann noch einen DJ dazu holen“, kündigt die Mit-Initiatorin an. Ein solches Event gab es schon.
Beim Laufen selbst kommt es nicht auf Geschwindigkeit an, jeder ist in seinem Tempo unterwegs, aber bei so vielen Menschen findet sich oft jemand mit der gleichen Pace. Die Läufer kommen nicht nur aus Fulda direkt. Am vergangenen Sonntag zum Beispiel waren Anna, Jenny und Finja zum ersten Mal mit dabei, sie sind extra aus Eiterfeld und Hünfeld in die Domstadt gekommen. „Es ist eine coole Idee und man lernt neue Leute kennen“, sagte Anna. Auch die Stimmung während des Laufens hat ihnen gefallen. „Man pushed sich gegenseitig, alle motivieren sich untereinander und jeder nimmt Rücksicht auf den anderen“ ergänzte Jenny. „Einfach toll“, lautete Finjas Fazit.
