Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden waren der Einladung gefolgt. „Wir haben ein wirklich bunt gemischtes Publikum“, erklärte Geschäftsführer Christian Vey. Nach seiner Einschätzung sei das Thema bislang noch nicht flächendeckend bekannt und in vielen Betrieben noch wenig verbreitet. „Die Zahl der Anmeldungen zeigt, dass auf jeden Fall Informationsbedarf herrscht und Interesse besteht“, erklärte er. Es sei die erste Veranstaltung dieser Art zu dem Thema.
In seiner Begrüßung verweis Vey auf die aktuellen Herausforderungen vieler Unternehmen. Wirtschaftlicher Wandel, technologische Veränderungen und teils auch Krisensituationen sorgten in zahlreichen Betrieben für Verunsicherungen. „Gerade deshalb ist es wichtig, Mitarbeitende bei Veränderungen mitzunehmen und ihnen Sicherheit zu geben“, betonte er. Vey kündigte an, das Thema bewusst aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten: strategisch, juristisch und praktisch. Neben den Fachvorträgen solle es auch Raum für Fragen, Diskussionen und persönlichen Austausch geben.
Carl-Andreas Krauel, Geschäftsführer von Biometric Underwriting, griff in seinem Vortrag den tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt auf. Umso wichtiger seien deshalb stabile Strukturen. Die damit einhergehenden Leistungen für Beschäftigte müssten dabei sinnvoll eingesetzt werden, erläuterte Krauel. So zeigte er auf, wie gut gewählte soziale Benefits sowohl den Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern Vorteile bringen würden. Gerade das Risiko der Berufsunfähigkeit bliebe häufig ein privates Problem. Wenn Unternehmen hier Unterstützung anbieten würden, könne das einen echten Mehrwert bieten, vor allem auf Grund der steigenden Zufriedenheit der Mitarbeitenden, erklärte Krauel.
Daniel Horenburg, Management Consultant und Gesellschafter, stellte ergänzend Ansätze aus dem Managementbereich vor. Viele Benefit-Maßnahmen in Unternehmen würden an Wirkung verlieren, weil ihr Nutzen nicht ausreichend überprüft werden würde. Damit seien steigende Investitionen bei gleichzeitig unklarer Wirksamkeit nicht zielführend. Wer effizient Benefits einsetzten, will, der müsse gezielt in Angebote investieren, die von den Beschäftigten tatsächlich genutzt und geschätzt werden.
Im weiteren Verlauf ordnete Dr. Tobias Nießen von der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen ein. Friedhelm Lierse, Betriebsrat bei Ferrero, berichtete anschließend direkt aus der Praxis, wie ein entsprechendes Modell für die gesamte Belegschaft in Deutschland umgesetzt wurde. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Möglichkeit, in gemütlicher Runde sich auszutauschen und zu vernetzen.
