Auch wenn die aktuelle Saison noch nicht vollständig beendet ist, zog Vereinsvorsitzender Stefan Schunck bereits jetzt eine positive Bilanz. Das Programm habe erneut gezeigt, welche Bedeutung Theater für viele Menschen habe. Es rege zum Nachdenken an, ermögliche neue Sichtweisen auf gesellschaftliche Themen und biete zugleich eine Auszeit vom Alltag. „Ein Theater ist wie ein Wohnzimmer“, stellte Schunck fest. Es diene dazu, Gäste einzuladen, aber auch, um sich zurückzuziehen. „Wir können froh sein, dass wir in Fulda ein solches Wohnzimmer haben“, resümierte er.
Auch Theaterleiter Christoph Stibor zeigte sich erfreut über die Auslastung und dankte insbesondere den Mitgliedern des Fördervereins, die das Haus seit Jahren engagiert begleiten und unterstützen würden. Für die kommende Spielzeit kündigte er erneut ein breit gefächertes Angebot für Jung und Alt an. Von Familienvorstellungen, wie „Der kleine Lord“ oder „Joga Bopnito“, eine Mischung aus Hiphop und Fußball, bis hin zu theaterpädagogischen Angeboten wie Workshops zu Poetry Slam oder Maskenbildnerei, unterstützt durch den Förderverein, sei alles dabei. Im Sprechtheater setzt das Haus erneut auf gesellschaftliche relevante Stoffe. So betonte Stibor unter anderem die Aufführung von Peter Weiss‘ „Die Ermittlung“, die im Fürstensaal gezeigt werden soll. Das Werk über die Ausschwitz-Prozesse habe gerade in der heutigen Zeit eine wichtige erinnerungskulturelle Bedeutung. Daneben stehen erneut moderne Stücke, Komödien und Klassiker auf dem Programm. Auch das Musik- und Tanztheater bleiben feste Säulen des Spielplans. So hätten sowohl das Musiktheater als auch das Tanztheater eine enorme Bandbreite an verschiedenen Richtungen und Stilen, erklärte Stibor. Fulda erwartet Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt mit ihren vielfältigen Programmen. Unter dem Format „Akzente“ werden weiterhin besondere Veranstaltungen gebündelt, wobei sich Stibor freue, dass auch diese immer wieder gut angenommen werden würden. Ein Teil davon sei „ROT“ zum Gedenktag der Opfer von Hanau mit Katja Riemann.
„Ich freue mich, wenn Sie uns als Mitglieder weiterhin begleiten“, dankte Stibor den Anwesenden Gästen. Für besondere Freude sorgte am Ende des offiziellen Teils die Nachricht, dass das neue Spielzeitheft exklusiv für die Gäste der Saisonabschlussfeier bereit lag und somit zum Stöbern einlud. So konnten die Besucherinnen und Besucher im Anschluss gemeinsam anstoßen und der angenehmen Musik von dem Duo Wolfgang Harling und Markus Schmitt lauschen.
