Lokales FD 27.04.2026

Reservisten gedenken gefallenen Kameraden – 16-Kilometer-Marsch

Fulda (pm/gü) – Reservistinnen und Reservisten des hessischen Heimatschutzregiments und interessierte Partnerinnen absolvierten den im April den 16K3 Gedenkmarsch auf einer Rundstrecke um das Gorch-Fock-Heim der Marinekameradschaft Fulda, das als Start- und Zielpunkt diente.

Fotos: Sebastian Barth, KpChef im Heimatschutzregiment Hessen

In einer Welt, die sich ständig wandelt, ist Frieden weit mehr als die Abwesenheit von Krieg, er ist das Fundament unserer Freiheit, unserer Vielfalt und unserer offenen Gesellschaft. Während viele ihre Freizeit im Café, beim Sport oder mit der Familie genießen, gibt es Frauen und Männer, die sich entscheiden, noch einen Schritt weiterzugehen: die Reservistinnen und Reservisten. Reservist zu sein bedeutet heute, moderne Werte mit Verantwortung zu verbinden. Es ist ein freiwilliges Engagement für unser Land und die Mitmenschen. Diese Menschen bringen ihre zivilen Talente in die Bundeswehr ein und sorgen dafür, dass alle in Sicherheit leben können. Das ist gelebter Patriotismus, der nicht ausgrenzt, sondern schützt, was allen wichtig ist.

Engagement ist jedoch nicht ohne Risiko, wie die Geschichte schmerzlich lehrt. An Tagen wie dem Volkstrauertag blicken die Menschen mit Respekt und tiefer Demut auf jene zurück, die im Dienst für unsere Sicherheit ihr Leben ließen. Am 2. April 2010 gerieten deutsche Fallschirmjäger im afghanischen Isa Khel in einen Hinterhalt der Taliban. Das über achtstündige Karfreitagsgefecht war eine der schwersten Kampfhandlungen in der Geschichte der Bundeswehr. Drei Soldaten – Nils Bruns, Robert Hartert und Martin Augustyniak – fielen an diesem Tag. Der ISAF-Einsatz (International Security Assistance Force) war eine direkte Antwort auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Der Kernauftrag: Den internationalen Terrorismus bekämpfen und verhindern, dass Afghanistan erneut zum sicheren Rückzugsort für globale Extremisten wird. Das Ziel: Ein stabiles Umfeld zu schaffen, in dem ziviler Aufbau, Bildung und Menschenrechte überhaupt erst eine Chance hatten.

Wenn Reservisten heute ihren Dienst antreten, tragen sie auch das Andenken an die Gefallenen weiter und kämpfen gegen Vergessen und Verdrängen. Sie ehren ihr Andenken, indem sie die Opfer von Krieg und Terror nicht vergessen und sich aktiv für dieselben Werte einsetzen, für die sie dienten: Frieden, Demokratie und Zusammenhalt.

Bei dem Gedenkmarsch führte die Strecke über Horas, Gläserzell, Kämmerzell und Lüdermünd. Die Strecke wird traditionell jedes Jahr um einen Kilometer verlängert und mit einem Kilogramm mehr Marschgepäck durchgeführt, in diesem Jahr waren es 16 Kilometer und 16 Kilogramm Marschgepäck. Zum geselligen Abschluss konnten die Teilnehmer die schmackhaften Ergebnisse der Grillkunst des Kameraden „Smut” genießen.