American Football 16.04.2026

Regionalliga – Saints peilen Aufstieg an – Stadion-Spiel bestätigt

Johannesberg (jah) – Die Offseason neigt sich dem Ende, in und um Fulda wird bald wieder Football gespielt! Das letzte Spiel der Fulda Saints in der Regionalliga Mitte liegt nun über ein halbes Jahr zurück, die Premierensaison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse beendete das Team um den neuen Headcoach Jonas Heck auf Platz drei. In der Zwischenzeit hat sich bei den Saints einiges getan – dennoch sind die Fuldaer erfolgshungriger denn je: In diesem Jahr soll der Aufstieg in die GFL 2 gelingen.

Die Fulda Saints gehen euphorisch in die neue Season. Archivfoto: Manfred Völler

Immerhin knapp vier Wochen Pause hat sich das Team um Headcoach Jonas „JJ“ Heck und General Manager Frank Zinkand-Schreiner nach dem letzten Saisonspiel gegen die Rüsselsheim Crusaders gegönnt, bevor die ersten TryOuts das Offseason-Training eingeläutet haben. „Um Weihnachten und Neujahr wurde es dann natürlich auch ruhiger, aber mit dem neuen Jahr sind wir eigentlich in die Preseason gestartet“, blickt Zinkand-Schreiner zurück: Seitdem konnten die Saints einige Rookies für sich gewinnen, und auch die Handschrift des neuen Hauptübungsleiters wird immer deutlicher erkennbar. Jonas Heck hatte nach der abgelaufenen Saison von Danijel Katusic übernommen, war aber bereits zuvor als Offense Coordinator tätig und in nahezu alle Abläufe involviert: „Bei Danijel ist jobtechnisch und auch familiär einiges passiert, deswegen war das der richtige Schritt. Das ging auch von Danijel aus, beide haben sich zusammengesetzt und das wurde klar kommuniziert“, betont Zinkand-Schreiner: „JJ hatte als Offense Coordinator ja schon viel Einfluss auf die Ausrichtung der Mannschaft, das hat sich jetzt nochmal verstärkt.“

Seit Anfang April trainieren die Saints nun wieder auf „ihrem“ Naturrasen in Johannesberg, vorher musste der Kunstrasen in der Johannisau für die Trainingseinheiten herhalten – bereits am Samstag fand auf dem Johannesberger B-Platz außerdem der erste Test vor dem Saisonstart am 2. Mai statt: Die Chemnitz Crusaders gaben ihren Visitenkarte in der Region ab. Generell ist Zinkand-Schreiner ob der anstehenden Spielzeit guten Mutes: „Das sieht aktuell schon sehr solide aus, was wir aufs Feld bringen. Die Rahmenbedingungen passen auch, ich denke, das wird eine gute Saison.“

Neben der Veränderung auf der Headcoach-Position ist im Coaching-Staff der Saints alles beim alten geblieben – naturgemäß gibt es aber im Spielerkader einiges an Fluktuation: Die Imports aus Übersee haben das Team wieder verlassen, „auch wenn es passieren könnte, dass wir da vielleicht nochmal jemanden wiedersehen“, kündigt der Saints-GM an. Die größte Lücke im Roster der Fuldaer hat fraglos Quarterback Patrick Dendtler hinterlassen, der seine Schuhe am Ende der vergangenen Saison an den Nagel gehängt hat: „Patrick ist mit dem letzten Spiel retired, aber seine Pläne haben sich zumindest dahingehend geändert, dass er weiterhin bei uns im Coaching Staff an Bord bleiben wird. Als Quarterback wird er aber definitiv nicht zurückkehren“, erläutert Zinkand-Schreiner. Dendtlers Nachfolger stehe bereits in den Startlöchern, hier hüllen sich die Saints aber noch in Schweigen.

Was der General Manager jedoch offen kommuniziert, sind die Saisonziele der Fuldaer: „Fakt ist, dass wir ein klares Ziel haben: Wir wollen Meister werden, uns in den Playoffs gegen die Vertreter aus Bayern und Baden-Württemberg durchsetzen und in die GFL 2 aufsteigen.“ Dass das kein Selbstläufer wird, weiß auch Zinkand-Schreiner. „Ich denke, dass die Liga in etwa den gleichen Schwierigkeitsgrad hat wie in der Vorsaison. Aber wir haben uns auch weiterentwickelt und sind auf einem Level, um ganz oben mitzuspielen.“ Wer im Rennen um die Meisterschaft ebenfalls ein Wörtchen mitreden wird, lasse sich vor dem Saisonstart dagegen schwer prognostizieren, erläutert der GM: „Bad Homburg ist seit Jahren etabliert in der Liga und versucht immer wieder, aufzusteigen, das ist eine Mannschaft, die man auf jeden Fall auf dem Zettel haben muss. Auch auf Marburg muss man schauen, wobei dort der Headcoach weg ist und auch einige Spieler mitgenommen hat. Da stellt sich die Frage, auf welchem Niveau sie unter einem neuen Coach spielen werden. Da sind aber immer noch einige Veteranen im Kader.“ Generell halten sich viele Teams im Vorfeld bedeckt, entsprechend schwierig seien diese einzuschätzen. „Eine Ausnahme bildet Aufsteiger Wetzlar. Die machen auch nach außen hin ganz schön Dampf.“

Die Fulda Saints blicken in jedem Fall mit großer Vorfreude und enormer Zuversicht auf die kommende Saison, in der der große Wurf gelingen soll. Los geht’s am 2. Mai mit einem Heimspiel gegen die Marburg Mercenaries, ehe am letzten Spieltag das Auswärtsspiel bei den Pirmasens Praetorians auf die Fuldaer wartet – zuvor kommt es aber natürlich auch wieder zum großen Highlight in Fulda, wie Zinkand-Schreiner bereits bestätigen kann: „Es war ein harter, harter Kampf, aber es wird auch in dieser Saison wieder ein Stadion-Spiel in Fulda geben. Der Spielplan von Regionalligist SG Barockstadt sowie der anstehende Hessentag waren dahingehend fast die Endgegner, aber wir haben es mit großer Unterstützung der Stadt hinbekommen.“ Wann genau das Highlight im Stadion in der Johannisau über die Bühne gehen wird, lässt der General Manager noch offen – sicher ist aber bereits jetzt: Auch in diesem Jahr werden wieder Tausende Football-Verrückte den Weg ins Fuldaer Stadion finden.


Der Spielplan der Fulda Saints im Überblick:

2. Mai, 15 Uhr: Fulda Saints – Marburg Mercenaries

9. Mai, 15 Uhr: Kassel Titans – Fulda Saints

17. Mai, 15 Uhr: Mainz Golden Eagles – Fulda Saints

30. Mai, 15 Uhr: Fulda Saints – Wetzlar Wölfe

6. Juni, 15 Uhr: Fulda Saints – Pirmasens Praetorians

21. Juni, 15 Uhr: Marburg Mercenaries – Fulda Saints

28. Juni, 15 Uhr: Rüsselsheim Crusaders – Fulda Saints

4. Juli, 15 Uhr: Fulda Saints – Mainz Golden Eagles

22. August, 15 Uhr: Fulda Saints – Bad Homburg Sentinels

30. August, 15 Uhr: Pirmasens Praetorians – Fulda Saints