Fußball 17.04.2026

Regionalliga – Positiver Druck und Vorfreude: SGB in Sandhausen

Fulda (pf) – Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hat sich in der Fußball-Regionalliga absolut stabilisiert – es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn jemand bis Saisonende nochmal das Wort Abstiegskampf in den Mund nehmen müsste. Punktgleich mit der SGB im Tabellenmittelfeld liegt der nächste Gegner, der allerdings einen ganz anderen Weg hinter sich hat: Der SV Sandhausen rutschte in den vergangenen Jahren aus der 2. Bundesliga in die Viertklassigkeit ab und empfängt nun am Samstag (14 Uhr) erstmals die SGB am Hardtwald.

Im Hinspiel verbuchten Leon Pomnitz (rechts) und die SG Barockstadt immerhin ein 1:1. Foto: Chrsitine Görlich

Der SV Sandhausen hatte nach dem Drittliga-Abstieg einen riesengroßen Umbruch vollzogen, eine spannende Saison am Hardtwald stand bevor. Mit Trainerfuchs Olaf Janßen gelang es nicht, den direkten Wiederaufstieg anzugreifen – der SVS liegt nach 28 Spieltagen punktgleich mit der SG Barockstadt im Tabellenmittelfeld und trennte sich schon vor zwei Wochen vom Coach. Dennoch ist die Aufgabe weiterhin eine attraktive – und eine, an der sich die SGB messen kann.

„Wir wissen, wer wir sind und wo wir herkommen“, sagt Trainer Daniyel Cimen und betont zwar, dass rechnerisch der Klassenerhalt noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist (falls Saarbrücken oder Hoffenheim in Liga drei noch massiv abrutschen), aber weiß wohl auch, dass dabei eigentlich kaum noch etwas anbrennen kann. Dabei macht der Coach klar: „Wir sind im Flow und nehmen das auch genauso mit. Das Selbstvertrauen ist groß. Ich glaube aber nicht, dass wir als SG Barockstadt immer sagen würden, dass wir in Sandhausen drei Punkte mitnehmen müssen. Dennoch haben wir die Überzeugung, das in jedem Spiel schaffen zu können“.

Im Weg steht allerdings ein Gegner, der zuletzt einen „emotionalen“ Sieg holte und beim TSV Steinbach Haiger nach 0:2-Pausenrückstand noch mit 3:2 gewann. Mit Pascal Testroet traf der erfahrene Kapitän doppelt und kommt nun schon auf 17 Saisontore. Cimens Elf treffe auf eine Mannschaft, „die nach wie vor sehr gut ist, individuell stark besetzt ist und wie viele andere in unserer Tabellenregion auch noch das bestmögliche Abschneiden anstrebt“. Die Barockstadt fahre aber mit Selbstbewusstsein in den Rhein-Neckar-Kreis: „Wir wollen uns der Herausforderung stellen“, so Cimen.

Interessante Wochen liegen noch vor den Fuldaern: Derbys gegen Kassel und den FSV Frankfurt, die Duelle mit den beiden Aufstiegskandidaten Freiberg und Großaspach sowie natürlich das Hessenpokalfinale. Doch der Fokus bleibt immer auf dem nächsten Spiel, macht Cimen deutlich: „Wir freuen uns aber auch auf jedes einzelne, da wir uns eine Situation geschaffen haben, in der wir mit einem anderen Druck in solche Spiele gehen können. Diese Voraussetzungen haben sich die Jungs erarbeitet“.

Sebastian Schmitt ist wieder eingestiegen und eine Option, dafür ist Kevin Hillmann noch fraglich, der es Ende der Woche nochmal im Training probieren möchte. Max Stadler macht Fortschritte und nimmt wieder am Mannschaftstraining teil, hier nehme das Trainerteam aber Rücksicht auf die lange Verletzungspause und beobachte die Lage genau. Arlind Iljazi fehlt gelbgesperrt, und Tim Korzuschek ist natürlich weiterhin keine Option, hatte aber individuell erstmals wieder den Ball am Fuß, verrät Cimen. Mit Sandhausens Interimscoach Kevin Stotz (35) habe der Barockstadt-Cheftrainer bis dato keine Berührungspunkte gehabt – sehr wohl aber mit Benjamin Sachs, der bis Saisonende mit Stotz übernommen hat. „Wir kennen uns sehr gut“, so Cimen.

Osthessen-Zeitung bietet auch am Samstag natürlich wieder einen Live-Ticker zum Spiel an, der gegen 13.45 Uhr starten wird. Gestreamt wird die Partie wie gewohnt auch bei Leagues.