Fußball 15.04.2026

Regionalliga – Persönliches steht hinten an – SGB mit breiter Brust

Fulda (pf) – Zuhause fühlt sich die SG Barockstadt pudelwohl: Das 3:1 gegen Alzenau war bereits der vierte Heimsieg in Folge in der Fußball-Regionalliga Südwest. Sonnenschein herrscht über Fulda, die 40-Punkte-Marke ist gefallen und der Verein wie auch die Mannschaft wollen die anstehenden Wochen ganz entspannt und ohne Druck angehen: Sechs Meisterschaftsspiele und das Hessenpokalfinale warten noch vor der Sommerpause.

Roko Ivankovic schoss die SGB gegen Alzenau in Führung. Foto: Christine Görlich

Ergebnistechnisch knüpfte die SG Barockstadt an den Derbysieg gegen Offenbach und die vergangenen Heimspiele an, wenn auch die erste Hälfte noch inhaltlich „überschaubar“ war, wie Trainer Daniyel Cimen analysiert: „Auch die letzten zehn Minuten haben mir nicht ganz gefallen, aber das war vielleicht auch aufgrund vieler Wechsel. Wir wussten aber, dass du Alzenau erstmal bespielen und besiegen musst“. Und angesichts der ordentlichen Spiele, die die Bayern trotz Niederlagen in Stuttgart (0:3) und gegen Steinbach Haiger (3:4) zuletzt abgeliefert hatten, war die SGB vorgewarnt: „Die Statistiken in diesen Spielen haben nicht unbedingt nach Niederlagen ausgesehen“, so Cimen.

Der Coach ist umso glücklicher, dass die Worte in der Kabine fruchteten und die SG Barockstadt – auch begünstigt durch das 1:0 direkt vor der Pause – dann nach dem Seitenwechsel 25 starke Minuten ablieferte, die ausgereicht hatten. Offensiv legte das Team eine hohe Effizienz an den Tag, auch Moritz Dittmann traf wieder, der aktuell in einer bärenstarken Form ist und sich wie der Rest der Offensive scheinbar festgespielt hat: Während Korzuschek weiter verletzt ist, wirbeln Dittmann, Pomnitz, Köhler und Göbel in den vergangenen Wochen ohne Ende. Die erfahreneren Akteure, beispielsweise Reinhard oder Pourié, müssen meist erstmal von außen zuschauen. Cimen erklärt aber, „dass das irgendwo auch zum Fußball dazugehört, zurückstecken zu müssen. Aber das sind Dynamiken, die sich auch immer schnell verändern können. Wichtig ist, dass jeder sein persönliches Empfinden hintenanstellt, und das zeichnet die Mannschaft im Moment aus: Wir sind froh, jeden als Option zu haben. Alle müssen dranbleiben“.

In der Defensive hatte der Trainer etwas umbauen müssen: Schmitt fehlte weiterhin mit einer Zerrung in den Adduktoren, soll aber diese Woche wieder einsteigen. Kevin Hillmann, bei dem im Arm alles gut verheilte, fiel dann ebenfalls kurzfristig aus, und Arlind Iljazi – zuletzt rechts hinten unterwegs – musste nun als Linksverteidiger ran, fehlt jedoch jetzt erstmal gelbgesperrt. Auch da lobt Cimen aber: „Die Mannschaft steckt Rückschläge gut weg“. Folglich wolle die SGB genau diesen Weg weitergehen, und schaut nicht auf die Tabelle – zwar stehen die Fuldaer nun auf Platz sieben, etwas weiter nach oben könnte es noch gehen, doch der Chefcoach betont: „Wir wollen uns da gar keinen Druck machen. Wir wissen, wie schnell es in beide Richtungen gehen kann mit einer Serie – die kann positiv, aber auch mal negativ sein. Wir fokussieren uns nur aufs nächste Spiel, das wird in Sandhausen schon schwer, und dann kommt noch eine englische Woche“, blickt der Übungsleiter voraus.