Die Einsatzkräfte hielten die beiden deutschen Fahrer 36 und 40 Jahre zwecks einer Kontrolle in Schenklengsfeld an. Die Fahrzeuge sollten zunächst in Schenklengsfeld verwogen werden. Die dort befindliche Brückenwaage hat allerdings einen Wiegebereich bis maximal 50 Tonnen. Da bei genauerem Hinsehen das geschätzte Gewicht über dieser Grenze lag, wurden die Fahrzeuge im Anschluss auf einer 100-Tonnen-Brückenwaage in Heringen verwogen. Hier bestätigte sich der Verdacht der Einsatzkräfte. Anstatt der zulässigen Gesamtmasse von 40.000 Kilogramm zeigte die geeichte Brückenwaage, nach Abzug der Toleranz, 56.050 Kilogramm und 51.050 Kilogramm an. Dies stellt eine Überladung von rund 40 und 27 Prozent dar. Die Fahrer hatten die Stämme in einem Waldstück in Etterwinden /Thüringen geladen und waren auf dem Weg zu einem Sägewerk in Eiterfeld. Aufgrund der gesamten Überladung beider Fahrzeuge sparte sich das Unternehmen rechnerisch eine Fahrt. Ein Holztransport dieser Bauart hat bereits ein Leergewicht von circa 22.500 Kilogramm und kann somit maximal bis zu 17.500 Kilogramm Zuladung aufnehmen.
Die Gespanne durften nach einer Teilentladung ihre Fahrt fortsetzen. Das abgeladene Stammholz muss durch ein anderes geeignetes Fahrzeug abtransportiert werden. Die Fahrer erwarten nun Bußgelder, sowie jeweils einen Punkt in Flensburg.
