Der Funkstreife fiel auf, dass die Zurrketten, die zur Sicherung der Stachelwalze auf dem Tieflader verwendet wurden, deutlich durchhingen. Auch die Kettenführung war mangelhaft. Insbesondere fehlte eine angemessene seitliche Sicherung der geladenen Großmaschine. Bei stärkeren Kurvenkräften, wie sie etwa bei plötzlichen Ausweichmanövern oder engen Kurven auftreten können, bestand die Gefahr, dass die Walze vom Fahrzeug fallen könnte. Zum Zeitpunkt der Kontrolle stand die Walze bereits nicht mehr mittig auf dem Transportanhänger, was auf ein Verrutschen während der Fahrt hindeutete. Dank der schnellen Intervention der Autobahnpolizei konnte der Fahrer die Ladung mit weiteren geeigneten Sicherungsmitteln nachsichern und die Knicksicherung aktivieren. Für den Schwertransportfahrer hat die Kontrolle ein Bußgeld im hohen zweistelligen Eurobereich sowie einen Punkteeintrag in Flensburg zur Folge, doch die Konsequenzen eines Verkehrsunfalls aufgrund der mangelhaften Ladungssicherung hätten deutlich schwerwiegender ausfallen können. Die Polizei konnte durch ihr schnelles Eingreifen nicht nur den Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer vor möglichen Gefahren bewahren.
