Lokales FD 05.04.2026

Lyrik im Park: Haiku-Poesie im Franzosenwäldchen in Fulda – Fotos

Fulda (pk/pm) – Unter dem einladenden Motto „Alles im Grünen Bereich“ verwandelte sich das Fuldaer Franzosenwäldchen am Samstag in eine Symbiose aus Natur und Kunst. Inspiriert von der prachtvollen Blüte der Zierkirschen widmete sich die diesjährige Frühjahrsveranstaltung der japanischen Kunstform des Haiku.

Foto: Paul Kukula

Das Haiku gilt als die kürzeste traditionelle Gedichtform der Welt. In nur drei Zeilen fängt es einen flüchtigen Augenblick ein und besticht durch eine besonders feinsinnige Naturbeobachtung. Um diese erlebbar zu machen, wurden zahlreiche Texte direkt an den Ästen der insgesamt 36 Kirschbäume, darunter auch der beliebten Tokyo-Blüte, befestigt. Die Auswahl reichte dabei von historischen Klassikern bis hin zu modernen, zeitgenössischen Werken. Durch die dezente Befestigung wirkten die beschrifteten Karten fast so, als würden die Gedichte zwischen den Blüten schweben – ein Anblick, der zahlreiche Passanten und Interessierte zum Verweilen und Lesen einlud.

Doch es blieb nicht nur beim reinen Betrachten: Wer selbst kreativ werden wollte, konnte unter fachkundiger Anleitung in einem Workshop die Kunst des Haiku-Schreibens erlernen und eigene Zeilen verfassen. Für die passende atmosphärische Untermalung im Park sorgte Johannes Schubert mit seinen Klängen an der Zither.

Lyrik im Park: Haiku-Poesie im Franzosenwäldchen. Fotos: Paul Kukula.