Lokales FD 21.04.2026

Kurt Feldmann – Vernissage mit Werkzyklus Gersfeld

Gersfeld (sk) – In der Galerie der Stadt Gersfeld präsentiert Kurt-J. Feldmann für sechs Wochen seinen im vergangenen Jahr geschaffenen „Werkzyklus Gersfeld". Am Sonntag war Vernissage. Der 1941 in Fulda geborene Maler lebt und wirkt intensiv als Künstler, Lehrer und Professor in seiner Geburtsstadt und in Schwarzerden.

Klaus Becker (Zweiter von links) und Kurt Feldmann (Zweiter von rechts). Foto: Stefan Krug.

Wie die Kuratorin und gleichzeitige Leiterin der Stadtgalerie Elisabeth Staroste erläuterte, lernte sie Kurt Feldmann vor ziemlich genau einem Jahr kennen – vermittelt durch Bianca Mehler von der Gersfelder Tourist-Info. Dort wollte der Künstler ein Plakat zu seiner damaligen Ausstellung in der Kunststation Kleinsassen aufhängen. Nachdem überlegt wurde, was er in Gersfeld ausstellen könne, entstand daraufhin seit April 2025 ein eigener Werkzyklus zu Gersfeld. Dieser sei sogar noch sehr viel umfangreicher als nur die ausgestellten Exemplare.

Die Laudatio hielt Klaus Becker, der auf den Lebensweg von Feldmann vom Maschinenbaupraktikum zum Kunsterzieher, Professor an der damaligen FH Fulda und bekanntem Künstler einging: „Auch Gersfeld und die Rhön gehörten zu den Orten, die ihn Zeit seines Lebens beschäftigten. Ein Leben, das geprägt ist von der Begeisterung für die bildende Kunst.” Die neue Ausstellung sei zum einen eine Retroperspektive – „eine Rückschau auf Lebensmomente, die etwas auslösten und Kurt Feldmann zwangen, sich mit diesem auseinanderzusetzen”, wo sein Mittel die Malerei sei – und zum anderen stelle sie auch einen Bezug zu Gersfeld her. Gersfeld sei für Feldmann seit mehr als 50 Jahren ein besonderer Ort, dem er sich nun mit dem Werkzyklus widme.

Zu den Werken erklärte Becker: „Mit dem Werkzyklus Gersfeld stellte sich für Kurt Feldmann die Frage: Was bedeuten mir diese Orte, Gebäude und Gegenstände, warum sind sie für mich wichtig geworden? Die Bilder, die wir in diesem Teil der Ausstellung sehen, sind nur jeweils zwei oder drei von vielen künstlerischen Antworten auf diese Frage.” Feldmann versuche darin das Wesen der Objekte herauszuarbeiten und herauszufinden und verknüpfe dabei das Offenkundige mit dem Verborgenen.

Die Motive reichen von der Barockkirche, die ihn schon als Student faszinierte, über die Wasserkuppe, von der er oft gestartet und „vogelgleich über die Rhön geschwebt” sei hin zur Fischzucht Groß, der Jausenstation in Mosbach und der jährliche Westerncity. Inspiriert durch seine über fünfzigjährige Revierpacht als Jäger in Gersfeld, diese geprägt durch Jagdschutz und Hege, seien seine Bilder zum Tierpark. Becker lud zum Abschluss die vielen Besucher der Vernissage zur „Suche nach dem Verborgenen im Offensichtlichen” ein. Bürgermeister Dr. Steffen Korell zeigte sich froh und stolz über die Ausstellung: „In der Galerie war es noch nie so voll wie heute. Kurt Feldmann ist ein Hochkaräter für Gersfeld.”

Besucht werden kann die Ausstellung noch bis zum 31. Mai freitags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Alle ausgestellten Werke sowie zahlreiche in Mappen eingeordnete Arbeiten können von den Besucherinnen und Besuchern erworben werden. Ebenso gibt es noch Exemplare des Ausstellungskatalogs zu erwerben.

Vernissage in Gersfeld. Fotos: Stefan Krug.