Der große Favorit kommt aus Bebra: Die FSG warf im Halbfinale schon Gruppenligist Niederaula raus und führt auch die KOL Nord aktuell mit etwas Vorsprung an. Aber: Vor dem Pokalfinale wartete noch auf dem Papier eine Pflichtaufgabe in der Liga am Donnerstag gegen Haunetal, die die FSG mit 8:1 meisterte. „Die Ergebnisse von letzter Woche haben uns natürlich auch in die Karten gespielt. Aber wir haben noch große Ziele und auch noch harte Gegner vor der Brust – zumal wir aktuell noch ein paar Verletzungsprobleme haben“, sagte Bebras Spielertrainer Maik Leidorf am Mittwoch vor dem großen Oster-Programm.
Doch das klare Ziel sind natürlich zwei Siege in der Osterwoche – verbunden mit dem Einzug in den Hessenpokal. Entsprechend ernst nimmt Bebra auch das Pokal-Endspiel, zumal „da ordentlich Feuer drin ist“, wie Leidorf weiß: „Für den Gegner ist das wahrscheinlich das größte Spiel der letzten Jahre, da werden sie alles auffahren, was geht. Die Jungs kennen sich auch teilweise untereinander. Wir wollen definitiv gewinnen, aber unterschätzen da nichts“. Der FSG-Trainer merkt an, dass Haselgrund/Breitenbach eine starke A-Liga-Runde spielt und nach der Winterpause alles gewann – bis zum 0:3 vergangene Woche gegen Werratal. „Und mit Kaufmann, Zilch, Schmied und Glenz haben sie auch starke Spieler“, hebt Leidorf die höherklassige
Erfahrung der SG hervor.
Der A-Ligist kann sich indes in Ruhe auf das Endspiel vorbereiten, musste aber zuletzt das 0:3 gegen Spitzenreiter Werratal verkraften, das die Chancen auf einen Aufstieg wohl zunichte machte. Neun Punkte Rückstand sind es nun auf den Relegationsplatz, auf dem Heinebach/Osterbach steht. „Die beiden Mannschaften sind noch einen Tick abgezockter“, sagt Trainer Tobias Grimmer, der mit der bisherigen Runde aber absolut zufrieden sein kann. Das Pokalfinale ist nun das Highlight zu Ostern: „Natürlich sind Euphorie und Vorfreude da. Sportlich sind wir klarer Außenseiter, aber eine Chance besteht immer“. In den Jahren zuvor habe der Verein selten für den Pokal gemeldet – dass es sich lohnt, zeigt sich diese Saison. „Haselgrund hat vor Urzeiten mal das Finale erreicht“, meint sich Grimmer zu erinnern: „Aber das ist schon lange her. Natürlich ist so ein Endspiel für einen A-Ligisten außergewöhnlich“. Das Altkreis-Derby steigt am Rotenburger Wittich, so ist der Platz zwar neutral, die Anreise aber für beide kurz. Gesucht wird der Nachfolger von Titelverteidiger SG Niederaula/Kerspenhausen.
