SG-Trainer Dominik Oelschläger ist sich der sportlichen Voraussetzungen vor dem Duell „Klein gegen Groß“ vollkommen bewusst: „Es steht außer Frage, wer der Favorit in dem Spiel ist.“ Die Mannschaft müsse defensiv extrem stabil stehen, um die Partie möglichst lange offen zu halten. Damit die Überraschung gelingt, muss für die Hausherren jedoch vieles zusammenpassen. „Wir brauchen einen verdammt guten Tag und Flieden einen nicht so guten“, erklärt der Trainer die Marschroute. Trotz allen Realismus möchte der Kreisoberligist das Spiel ziehen – schließlich wäre ein Antreten sonst nicht notwendig. Personell muss Oelschläger zwar einige Ausfälle verkraften, sieht dies jedoch gelassen: „Wir werden trotzdem 13, 14 oder 15 Spieler dabei haben.“
Trotz des zwei Spielklassen Unterschieds erwartet Flieden Trainer Christian Kreß keinen Gegner, der sich lediglich am eigenen Strafraum verschanzt. „Wir erwarten nicht, dass sie komplett tiefstehen werden“, so die Vermutung des Trainers. Für sein Team ist das Ziel dennoch klar definiert: Den Platz als Sieger verlassen und die Favoritenrolle untermauern. „Wir gehen es an wie jedes Ligaspiel“, erläutert Kreß. Der hohe Stellenwert des Wettbewerbs ist für die Fliedener unbestritten. Dass die Mannschaft den Pokal sehr ernst nimmt, unterstrich der SV bereits in den vorangegangenen Runden: Zunächst wurde im Elfmeterschießen der Verbandsliga-Konkurrent SV Hofbieber mit 5:4 bezwungen, ehe ein souveräner 3:0-Auswärtssieg beim FC Britannia Eichenzell folgte. Damit ist Flieden die aktuell höchstklassige Mannschaft im Wettbewerb. Die Ambition ist entsprechend groß: „Wir wollen den Pokal gewinnen“, so Kreß deutlich.
