Für die Mannschaft des Trainer-Duos Daniel Weiß und Patrick Broschke begann der Wettbewerb zu Saisonbeginn fast unscheinbar als ausgerufenes „Testspiel“ gegen den Kreisoberligisten SV Welkers, welches deutlich mit 6:1 gewonnen wurde. Wie Weiß rückblickend beschreibt, legte das Team bereits in dieser ersten Runde den Grundstein für die anschließenden Erfolge, die schließlich in den Einzug in das Halbfinale mündeten. „Das ist ein Bonusspiel für uns“, betont Weiß daher mit Blick auf die klare Außenseiterrolle gegen den Gruppenligisten. Die taktische Marschroute für das Duell gegen den Favoriten steht bereits fest: „Wir wollen defensiv natürlich erstmal gut stehen“, so Weiß. Durch schnelles Umschaltspiel sollen gezielte Nadelstiche gesetzt werden. Allerdings kommt die Partie für den KSV fast zur Unzeit, da der Aufstiegsanwärter bereits 27 absolviert hat und in der Liga entscheidende Wochen bevorstehen. „Der Fokus liegt ganz klar auf der Saison“, stellt der Trainer klar. Aktuell belegt die Mannschaft den ersten Platz in der A-Liga Ost und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Wie die personelle Lage am Donnerstag exakt aussieht, entscheidet sich erst im Laufe der Woche. Auch in Sachen Kulisse ist die Vorfreude groß: Weiß erwartet, dass sich zahlreiche Interessierte auf dem Sportplatz einfinden werden. „Die Euphorie ist schon da“, so der Coach.
„Man kann eigentlich nur verlieren“, konstatiert hingegen Alexander Bär, der sportliche Leiter des SV Neuhof. Ihn ärgere es nach wie vor, dass die Mannschaft im Hessenpokal bereits in der ersten Runde gegen die SpVgg. Leusel ausgeschieden ist. So konnte Leusel in der dritten Runde gegen Kickers Offenbach spielen – ein solches Spiel hätte er sich auch für sein Team gewünscht. Über den Kreispokal soll nun die erneute Qualifikation für den Hessenpokal realisiert werden. Doch auch bei den Gästen rangiert der Pokalwettbewerb hinter dem Ligabetrieb an zweiter Stelle. „Der Fokus ist schon auf der Liga“, erklärt Bär. Das Team von Trainer Bekim Zulfiqari belegt in der Gruppenliga aktuell Rang fünf, hat jedoch nur einen Punkt Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz. „Im Idealfall erreichen wir beide Ziele“, so der sportliche Leiter. Ein Auftritt im Schongang ist gegen den erwartet tiefstehenden Gegner nicht geplant. „Wir kommen mit der vollen Kapelle“, kündigt Bär an, wenngleich er eine punktuelle Rotation innerhalb des Kaders nicht gänzlich ausschließen wollte.
