„Wir haben ein sehr vernünftiges Spiel gemacht“, befand Niesigs Trainer Daniel Weiß nach der 0:4-Niederlage, die aus seiner Sicht gar nicht so hoch hätte ausfallen müssen: „Die Gegentore drei und vier in der zweiten Halbzeit sind nach Standards gefallen. Wir hatten etwas Pech mit unseren Abschlüssen. Neuhof hat aufgrund der individuellen Klasse natürlich verdient gewonnen, aber die Zuschauerzahl hat gestimmt und die Leute haben ein gutes Spiel gesehen, an dem wir auch teilgenommen haben und nicht nur hinten drin standen“, so Weiß weiter.
Für den SV Neuhof war es hingegen eine Pflichtaufgabe, das Finalticket ist erneut gebucht. Trainer Bekim Zulfiqari hatte nichts zu bemängeln: „Wir wollten aufpassen wegen Verletzungen und Sperren. Zum Glück ist da gar nichts passiert. Heute bin ich sehr zufrieden“. Die Chance auf die erneute Hessenpokal-Teilnahme winkt nun, doch zuvor will der SVN in der Gruppenliga noch etwas reißen. Allerdings hofft der Coach auf mehr Stabilität als zuletzt: Gegen Kellerkind Hönebach wurde verloren, den Tabellenzweiten Aulatal schlug Neuhof dann unter anderem. „Wir müssen weiter alles geben und brauchen immer auch Glück, wie zuletzt in Sickels“. Dort gewann Neuhof mit 2:0.
Auch der KSV Niesig hatte den Blick direkt schon wieder nach vorne gerichtet: In der Liga gab es zuletzt ein wildes 7:4 in Neuswarts, die 100-Tore-Marke war gefallen. Am Sonntag geht es gegen Ehrenberg II weiter. „Da müssen wir wieder gewinnen“, stellte Weiß klar. Der KSV kämpft noch um den Titel in der A-Liga Ost, und schonte im Pokal noch den einen oder anderen. So stand auch Peter Sprycha auf dem Spielbericht, der vom Platzsprecher mit „Oldie but Goldie“ aufgerufen wurde.
KSV Niesig: Maier; Laibach, Rudolf, Schlereth, P. Broschke, Fischer, Hasani, Günther, Breunung, Asani, D. Broschke (Vey, Silbermann, Sprycha, Mulumba).
SV Neuhof: Dias; Costa De Souza, Filho, Skoko, De Amorim, Gitsov, De Miranda Portela, Brugnera Fagundes, Portukal, Zekovic, Vico (De Jesus, Nogueira De Sousa, Simevski, Dongo, De Oliveira).
Tore: 0:1 Davi Brugnera Fagundes (25.), 0:2 Gilmar Filho (41.), 0:3 Marcelo Nogueira De Sousa (54.), 0:4 Andrej Simevski (58.)
Zuschauer: 250
