Topspiel-Derby in Weiterode
Die Begegnung zwischen dem Tabellendritten ESV Weiterode und dem Spitzenreiter FSG Bebra verspricht eine hochspannende Partie. Die Teams trennen aktuell lediglich fünf Punkte, zudem verleiht der Charakter eines Stadtderbys dem Duell zusätzliche Brisanz. Für ESV-Coach Martin Köthe handelt es sich um „ein Spiel auf Augenhöhe“. Einen Vorteil für sein Team sieht er in Bezug auf den Rasen: Während Bebra das Spiel auf Kunstrasen gewohnt ist, wird am Freitag auf Naturrasen um Punkte gekämpft. Trotz dieses Heimvorteils warnt Köthe vor der enormen Qualität des Gegners, insbesondere vor Akteuren wie Martin Silbermann oder Toptorjäger Darian Jung. „Das sind Ausnahmefußballer“, so der Trainer. Sein eigenes Team definiere sich hingegen über einen starken Zusammenhalt: „Wir sind seit einem halben Jahr ein richtig eingeschworener Haufen.“ Diese Entwicklung trage nun sichtlich Früchte. Mit Blick auf die Tabelle bleibt Köthe gelassen: „Das Gute ist, dass wir null Druck haben.“ Selbst im Falle eines Sieges werde weiterhin von Spiel zu Spiel gedacht. Personell kann der Coach pünktlich zum Derby voraussichtlich aus den Vollen schöpfen, was sich auch in einer hohen Trainingsbeteiligung innerhalb der Woche widerspiegelte.
Für Bebras Trainer Maik Leidorf gestaltet sich die Suche nach der Startformation derweil als kompliziertes Puzzle. Der Übungsleiter muss auf Samuel Cavas, Thomas Mousa, Kaval Azad, Ahmad Bek und Christian Dick sowie vier A-Jugendspieler verzichten. Hinzu kommen zwei bis drei weitere Wackelkandidaten. „Die Jungs aus der zweiten Reihe haben aber gut trainiert“, kommentiert er die Personalnot zuversichtlich. Trotz des 4:2-Erfolgs im Hinspiel dürfe der Gegner keinesfalls unterschätzt werden. Zudem stellt sich Leidorf auf schwierige Platzverhältnisse ein. Dennoch bleibt das Ziel nach fünf Siegen in Folge klar: Durch einen Derbysieg soll der Vorsprung an der Spitze weiter ausgebaut werden. „Wenn wir voll da sind, wird es für jeden Gegner schwer“, so die Kampfansage des Trainers.
„Sechspunktespiel“ in Schmalnau
Mittelkalbach-Trainer Marc Friedel sieht die Partie als richtungsweisend an. „Es ist ein Sechspunktespiel“, so der Coach. Friedel weiß um die Stärken des Gegners, insbesondere um die Torgefahr von Blagoja Naumoski, der bisher 18 Tore für Schmalnau/Hettenhausen erzielt hat. Nichtsdestotrotz benötigt seine Mannschaft einen Dreier, um bis auf zwei Punkte an den Konkurrenten heranzurücken. Die Leistungen seit dem Restart geben Mut, da aus vier Spielen sieben Punkte geholt wurden. Die Trainingsbeteiligung ist dabei ein ausschlaggebender Indikator für den Aufschwung. „Es ist ein Unterschied, ob sieben oder acht im Training sind oder wie jetzt 15 oder 16“, so Friedel. Die körperliche Verfassung des Teams hat sich spürbar verbessert und auch das Torwartproblem der Hinrunde – während der das Team in zwölf Spielen ohne nominellen Torwart antreten musste – gilt als behoben. Personell sind zwar einige Spieler angeschlagen, doch das spiele laut Friedel keine Rolle. Die Mannschaft sei nun „ein wenig zum Siegen gezwungen“.
SG-Trainer Marko Novakovic geht derweil deutlich pragmatischer an die kommende Begegnung heran. „Auch an diesem Tag geht es um drei Punkte“, bringt er es nüchtern auf den Punkt. Er verzichtet bewusst auf offensive Aussagen in Richtung des Gegners. Auch personell sieht er wie gewohnt keine Probleme, denn es werden „wie immer elf Spieler auflaufen“.
Petersberg möchte den Schwung mitnehmen
In der Kreisoberliga Mitte steht der RSV Petersberg zwei Punkte hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz. Nach dem jüngsten 2:1-Sieg gegen den TSV Pilgerzell – den ersten drei Punkten nach dem Restart – ist die Zuversicht zurückgekehrt. „Das war ein sehr wichtiger Sieg“, betont RSV-Trainer Stanislav Szilagyi. Da die Mannschaft seit dem Jahreswechsel zu wenig Zählbares verbucht hatte, zeigte sich der Coach über den Erfolg sichtlich erleichtert. Auch für die mentale Verfassung war der Dreier essenziell, da die Stimmung im Kader zuvor unter den Ergebnissen gelitten hatte. Im kommenden Duell gegen den Haimbacher SV möchte der Übungsleiter den nächsten Sieg einfahren. „Wir müssen die Favoritenrolle annehmen“, so Szilagyi. Kapitän Lennart Aschenbrücker rückt nach seiner Verletzung wieder näher an den Kader heran, ist für das Wochenende jedoch noch keine Option. Weiterhin verzichten muss Szilagyi auf Ozan Sentürk, der nach seinem Platzverweis gegen die SG Ehrenberg noch eine Rotsperre absitzt.
Der Haimbacher SV scheint derweil im Tabellenmittelfeld mit neun Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz eine ruhige Restsaison zu spielen. Für Trainer Roberto Posa stellt sich die Lage jedoch anders dar: „Wir möchten am Ende 35 bis 36 Punkte haben“, so der Übungsleiter. Dieses Ziel soll in den nächsten Wochen so schnell wie möglich erreicht werden, denn dann wäre der Klassenerhalt so gut wie sicher. Mit der Entwicklung seines Teams ist Posa zuletzt mehr als zufrieden. „Die Mannschaft war wirklich hungrig“, lobt der Coach, nachdem sich sein Team Stück für Stück aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet hat. Personell gibt es zwei bis drei Fragezeichen, zudem fällt Innenverteidiger Slavcho Velkovski aufgrund einer Muskelverletzung aus. Für den Trainer ist dies jedoch keine Ausrede, da eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz stehen wird.
Kreisoberliga Mitte
Freitag
18.30 Uhr
Germania Fulda – Bachrain
19.45 Uhr
FT Fulda – Pilgerzell
Sonntag
15 Uhr
Ehrenberg – Horas (in Seiferts)
Schlitzerland – Germania Fulda (in Schlitz)
Petersberg – Haimbacher SV
Bachrain – Dipperz/Dirlos
Müs – Hilders/Simmershausen
Borussia Fulda – Reulbach/Brand
Marbach/Dietershan – Edelzell/Engelhelms (in Marbach)
Kreisoberliga Süd
Freitag
19 Uhr
Flieden II – Rothemann
Samstag
14.30 Uhr
Bellings/Hohenzell – Hosenfeld (in Hohenzell)
Sonntag
15 Uhr
Gundhelm/Hutten – Löschenrod (in Hutten)
Huttengrund – Weyhers (in Eckardroth)
Welkers – Grimmstadt
Kerzell – Lauter
Schmalnau/Hettenhausen – Mittelkalbach (in Schmalnau)
Lütter – Rückers
Kreisoberliga Nord
Freitag
19 Uhr
Weiterode – Bebra
SV Steinbach II – Jossatal
Sonntag
15 Uhr
Friedewald/Ausbach – Philippsthal (in Ausbach)
SV Steinbach II – Bebra
Eiterfeld/Leimbach II – Haunetal (in Leimbach)
Großentaft – Hünfelder SV
15.15 Uhr
Dittlofrod/Körnbach – Rotenburg/Lispenhausen
16 Uhr
Jossatal – Praforst (in Niederjossa)
