KOL Mitte: Derby elektrisiert die gesamte Rhön
Gerade einmal fünf Duelle gab es zwischen der SG Ehrenberg und der SG Reulbach/Brand in den letzten 20 Jahren, in der Liga trafen die beiden Vereine seit 2008 gar erst einmal aufeinander: Das Hinspiel in Reulbach entschied Ehrenberg Anfang Oktober letzten Jahres knapp mit 2:1 für sich. Nun stehen sich die Teams von Jens Keim und Cyrus Saradj am Donnerstagabend (19 Uhr) in Seiferts erneut gegenüber – und die Vorfreude auf beiden Seiten ist riesig: „Wir freuen uns schon die ganze Zeit auf dieses Spiel“, betont SGE-Coach Keim: „Das ist für den Verein und auch für die ganze Gemeinde ein absolutes Highlight.“ Ursprünglich war die Partie regulär sonntags angesetzt, die Verlegung auf das Datum vor dem ersten Mai war für beide Seiten aber nur Formsache – zumal die Gastgeber auch für einen passenden Rahmen sorgen: „Das wird ein schönes Event, wir stellen ein Festzelt auf mit Tanz in den Mai, Musik und allem Drum und Dran“, kündigt Keim an, der den Fokus natürlich dennoch auch auf das Sportliche legt: „Das Derby hat seine eigenen Gesetze, ich denke, das wird wie beim Hinspiel im Reulbach. Beide Teams kommen über die Zweikämpfe und schnelles Umschaltspiel. Wir müssen aufpassen, dass wir eine gute Restverteidigung haben und ruhig bleiben“, betont der Ehrenberger Coach und stellt sich auf ein heißes Spiel ein: „Da wird es richtig zur Sache gehen.“
Im Lager der SG Reulbach/Brand ist die Vorfreude vor dem Derby ähnlich groß: „So ein Spiel ist immer etwas Besonderes. Das wird extrem spannend, der Rahmen passt und das Wetter soll ja auch mitspielen – und das vor einem Feiertag unter Flutlicht, das ist optimal“, erläutert Trainer Cyrus Saradj. Der Trainer der Spielgemeinschaft blendet die Tabellensituation vor dem Nachbarschaftsduell bewusst aus – mit einem Sieg könnte Reulbach/Brand bis auf drei Punkte an Ehrenberg heranrücken. „Wir handhaben das aber so wie die ganze Zeit und denken nur von Spiel zu Spiel. Wir spielen eine überragende Saison bis jetzt, und ein Sieg wäre natürlich das i-Tüpfelchen. Aber wir machen uns überhaupt keinen Druck. Unser Ziel sind 45 Punkte, darauf fokussieren wir uns.“ Aktuell steht die SGRB bei 39 Zählern. „Aber so ein Spiel hat immer etwas spezielles, selbst wenn wir im unteren Drittel stehen würden.“ Personell können beide Trainer weitestgehend aus dem Vollen schöpfen, bei Ehrenberg fehlen lediglich die Langzeitverletzten Marius und Moritz Schäfer. „Zwei, drei Fragezeichen gibt es noch, aber die klären sich im Abschlusstraining“, erläutert Jens Keim abschließend.
KOL Süd: Eichenzeller Gemeindederby wirft Schatten voraus
Derbytime ist auch im Süden angesagt: Am Tag vor dem ersten Mai geht in der Staffel nur ein Spiel über die Bühne, das hat es jedoch in sich – die SG Kerzell empfängt die TSG Lütter zum Eichenzeller Gemeindederby. Besonders beim Blick auf die Tabelle verspricht das Aufeinandertreffen der Nachbarn Spannung: Lütter belegt aktuell den Relegationsplatz, die Helvetia lauert mit fünf Punkten Rückstand direkt dahinter. „Wir haben lange auf das Spiel hingefiebert. Leider ist der Abstand jetzt etwas größer geworden“, erklärt Kerzells Coach Florian Günther im Vorfeld und verweist auf die Niederlage seines Teams am vergangenen Wochenende in Hettenhausen: „Es ist schwer zu sagen, woran das lag. Das war sehr emotional, aber generell hat die Form an dem Tag einfach nicht gestimmt.“ Dennoch sei sein Team bereit, betont Günther, der ein enges Spiel erwartet: „Die Spieler haben das schon direkt danach gut aufgenommen. Man hat gespürt: Am Donnerstag kommt eine Reaktion. Die Vorfreude ist extrem, und wir hoffen, dass wir unsere Heimstärke auf den Platz bringen können.“
Kreisoberliga Mitte
Donnerstag
19 Uhr
Ehrenberg – Reulbach/Brand (in Seiferts)
Müs – FT Fulda
Kreisoberliga Süd
Donnerstag
19 Uhr
Kerzell – Lütter
