Während Borussia trotz der 0:4-Niederlage gegen die SG Edelzell/Engelhelms (Platz zehn) und dem 0:3 gegen den FV Horas (Platz zwölf) weiterhin an der Tabellenspitze der Kreisoberliga Mitte steht, hat Germania zuletzt aufhorchen lassen – und den Borussen sogar einen Gefallen getan: Die Mannschaft von Trainer Hysen Haxhiu gewann zwei der letzten drei Spiele – darunter ein 2:1 gegen den Tabellenzweiten SG Ehrenberg, Borussias ersten Verfolger. Als Tabellen-14. steckt Germania zwar noch im Abstiegskampf, präsentiert sich aber deutlich formverbessert. Bereits beim stimmungsvollen Hinspiel im Johannisau-Stadion begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe – am Ende stand ein torloses Remis.
Borussia gefordert: „Wir müssen die Galligkeit zurückfinden“
SCB-Trainer Meik Voll findet deutliche Worte für die vergangenen Auftritte: „Die letzten beiden Spiele waren super unzufriedenstellend. Gegen Engelhelms und Horas hatten wir kein Rezept – das waren Tage zum Vergessen.“ Besonders die körperliche Unterlegenheit habe seinem Team Probleme bereitet: „Sie haben uns von der ersten Minute an den Schneid abgekauft.“ Zusätzlich muss Borussia im Derby auf mehrere Spieler verzichten: Joshua Wyne fällt weiterhin langfristig aus, Deni Stojkov und Ismail Kari Mambo fehlen gesperrt, zudem steht Dani Hamzic urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Trotzdem sieht Voll seine Mannschaft nicht in einer Krise: „Die Mannschaft ist absolut intakt, wir haben eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Aber wir müssen die Galligkeit wiederfinden.“
Mit Blick auf das Derby erwartet er eine andere Partie: „Das wird ein ganz anderes Spiel – ein anderer Platz, eine andere Intensität. Germania hat sich in der Rückrunde gefangen und will sich aus dem Tabellenkeller befreien. Wir wollen den Bock umstoßen und unsere Negativphase beenden.“ Auch die besondere Rolle als Tabellenführer spricht Voll an: „Gejagt zu werden ist schwerer, als der Jäger zu sein. Daran müssen wir uns wieder gewöhnen.“
Germania: Formstark und selbstbewusst
Germania-Coach Hysen Haxhiu, selbst mit Borussen-Vergangenheit, geht mit viel Selbstvertrauen ins Derby: „Unser Ziel waren fünf Punkte aus den letzten drei Spielen – das haben wir geschafft. Wir sind in Top-Form und werden uns nicht verstecken.“ Die Entwicklung seiner Mannschaft stimmt ihn optimistisch: „Wir sind deutlich stabiler als in der Hinrunde, gerade in der Defensive. Da können wir jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen.“ Die Marschroute ist klar: „Borussia kann gerne kommen – aber die drei Punkte sollen bei Germania bleiben.“
Die Ausgangslage verspricht also ein intensives Stadtduell: Tabellenführer gegen formstarken Abstiegskandidaten, Aufstiegsträume gegen Kampf um den Klassenerhalt. Borussia will die jüngste Schwächephase beenden und die Tabellenführung festigen. Germania hingegen wittert die Chance, mit einem weiteren Erfolg den nächsten Schritt aus der Gefahrenzone zu machen. Für reichlich Spannung und Emotionen ist also gesorgt – alles angerichtet für ein echtes Derby-Highlight am Samstag um 17 Uhr am Gallasiniring.
Abstiegskampf pur
Ein weiteres Spiel hält die Kreisoberliga Mitte am Osterwochenende aber auch noch bereit: Bereits um 16 Uhr empfängt am Samstag die SG Marbach/Dietershan die SG Schlitzerland im Tabellenkeller. Für die SGS ist es ein Sechs-Punkte-Duell, um noch nach einem Klassenerhalts-Strohhalm zu greifen. Das Schlusslicht liegt genau sechs Zähler hinter Marbach und könnte den Gegner nochmal richtig mit unten reinziehen.
Kreisoberliga Mitte
Samstag
16 Uhr
Marbach/Dietershan – Schlitzerland (in Dietershan)
17 Uhr
Germania Fulda – Borussia Fulda
