Lokales FD 27.04.2026

Klostermarkt am Frauenberg – Reges Treiben und neuer Laubengang

Fulda (pk) – Der Frauenberg lockte am Samstag erneut zahlreiche Besucher zum traditionellen Klostermarkt. Neben dem vielfältigen Angebot regionaler Start-ups und den Produkten von antonius markierte die Eröffnung des frisch renovierten Laubengangs einen besonderen Meilenstein für den geschichtsträchtigen Ort.

Fotos: Paul Kukula

Der historische Laubengang erstreckt sich entlang der hinteren Klostermauer und verdankt seine Instandsetzung der Unterstützung des Vereins „Freunde des Frauenbergs“. Mit einer Summe von über 10.000 Euro ermöglichte der Verein die Wiederbelebung dieses Bauwerks. Phillip Krah, bei antonius verantwortlich für den Frauenberg, leitete die Eröffnungszeremonie ein. Im Anschluss übernahm Richard Hartwig, Vorstandsmitglied der „Freunde des Frauenbergs“, das Wort. Er beschrieb den Laubengang als einen „sympathischen Ort“, der Schutz gewähre und Verbindungen stärke. „Ich denke da sind wir nah an dem, wie wir Frauenberg allgemein verstehen. Wir verstehen ihn als gastlich, als geistlich, als inklusiv“, so Hartwig. Die Bereitstellung der Mittel sei dem Verein leicht gefallen, da hier ein bleibender Wert für die Gemeinschaft geschaffen worden sei. Hartwig nutzte den Anlass, um für neue Mitglieder zu werben und verwies auf weitere Vorhaben: Als nächstes großes Projekt steht die Sanierung des Gewächshauses auf der Agenda. „Wir wünschen uns, dass viele Menschen am Frauenberg genau das finden, was ich am Anfang aufgeführt habe: Schutz, Ruhe, Verbindung“, erklärte das Vorstandsmitglied.

Auch Guardian Pater Cornelius unterstrich die Bedeutung des Ortes. Er räumte ein, dass ein Laubengang für ein Kloster eher untypisch sei, betonte jedoch, dass es ein schöner Ort wie der Frauenberg selbst sei. „Der Frauenberg ist ein schöner und guter Ort, weil er durch Menschen seit hunderten von Jahren zu diesem gemacht wurde und gemacht wird“, so der Pater. Seit 400 Jahren wirken die Franziskaner auf dem Berg, seit zehn Jahren ist auch antonius fester Bestandteil dieser Gemeinschaft. Das Engagement zahlreicher Unterstützer trage maßgeblich dazu bei, diesen besonderen Charakter zu bewahren. Den feierlichen Abschluss bildete schließlich das Durchschneiden des roten Bandes.

Bei idealem Marktwetter herrschte auf dem gesamten Gelände reger Betrieb. Rund zwei Dutzend Stände boten eine breite Palette an Waren: Von kulinarischen Köstlichkeiten über selbstgefertigte Holz-, Keramik- und Textilprodukte aus dem antonius Gestaltenwerk bis hin zu Pflanzen der hauseigenen Gärtnerei und frischen Backwaren der antonius Bäckerei blieb kein Wunsch offen. Individuelle Marktstände regionaler Anbieter ergänzten das Sortiment im großen Stil. Für die passende Untermalung sorgten zudem die Musiker des Vereins „Musik und Tanz“, die mit ihren Auftritten über den Tag verteilt eine einladende Atmosphäre schufen.