„Als Christen sind wir aufgerufen, uns klar gegen jede Form von Hass und Ausgrenzung zu positionieren“, betont Stefanie Klee, Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Fulda: „Rechts- sowie Linksextremismus und der Glaube an Christus schließen sich aus. Unser Glaube verpflichtet uns, Brücken zu bauen, wo andere Mauern errichten.“ Der Katholikenrat begrüßt ausdrücklich die einstimmige Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz vom 22. Februar 2024 mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“. Diese klare Positionierung ist ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der extremistische Parteien und Bewegungen zunehmend gesellschaftlichen Einfluss gewinnen. Solche Ideologien widersprechen zutiefst dem Evangelium, der frohen Botschaft Jesu Christi.
Jesus hat gelehrt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,39). Diese Nächstenliebe kenne keine Ausnahmen – sie gelte unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Weltanschauung. Wer Hass gegen Menschen schürt, verstoße gegen das zentrale Gebot Jesu. Extremistische Ideologien beruhen auf Abwertung, Ausgrenzung und Gewalt. Sie stünden im direkten Widerspruch zum Geist des Evangeliums, das von Frieden, Demut und Gerechtigkeit getragen ist. Der Katholikenrat des Bistums Fulda ruft dazu auf, diesen Ideologien aus christlicher Überzeugung aktiv entgegenzutreten. Er appelliert an die politischen Verantwortlichen, verstärkt gegen Extremisten aller Art vorzugehen und ihnen den Nährboden zu entziehen. Alle Gläubigen und gesellschaftlichen Akteure werden vom Katholikenrat aufgefordert, sich gemeinsam für eine offene, friedliche und menschenwürdige Gesellschaft einzusetzen. Der Einsatz gegen Extremismus sei ein Ausdruck des Glaubens und ein Zeugnis für die unantastbare Würde jedes Menschen.
