Unter zahlreichen Bewerbungen von Kommunen, Vereinen und Initiativen setzte sich das Rotenburger Angebot durch. Im Mittelpunkt steht eine niedrigschwellige und praxisnahe Unterstützung für Familien im Alltag. „Die Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung für das Engagement aller Beteiligten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wir Familien konkret unterstützen können“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Dirk Noll. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachkräfte und Institutionen hervor.
Auch Rotenburgs Bürgermeister Marcus Weber sieht in dem Preis eine Bestätigung: „Als Stadt sind wir stolz darauf, dass ein so wertvolles Angebot für Familien entstanden ist. Solche Projekte stärken das soziale Miteinander und schaffen ein familienfreundliches Umfeld.“
Das „Café der kleinen Schätze“ findet einmal im Monat im Rotenburger Familienzentrum statt. Dort erhalten Familien gebündelt Beratung zu Themen wie Kinderzuschlag, Wohngeld, Bürgergeld oder Bildungs- und Teilhabeleistungen. Ein besonderer Vorteil: Viele Anliegen können direkt vor Ort geklärt und Anträge unmittelbar gestellt werden.
Seit dem Start im Februar 2025 wurde das Angebot bereits von mehr als 410 Menschen genutzt. Rund 200 Beratungen zu finanziellen Sozialleistungen fanden statt, zudem wurden etwa 110 Anträge direkt vor Ort bearbeitet oder ausgegeben.
„Die positiven Rückmeldungen und die steigenden Teilnehmerzahlen bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, betonen Mareike Zielke vom Landkreis sowie Ann-Cathrin Kolar vom Rotenburger Familienzentrum. Der Preis sei zugleich Ansporn, das Angebot weiter auszubauen und noch mehr Familien zu erreichen.
Der Hessische Familienpreis wird alle zwei Jahre vom Land Hessen gemeinsam mit der Sparda-Bank Hessen vergeben. Er würdigt Projekte, die das Zusammenleben von Familien und Generationen stärken und einen Beitrag zu einem solidarischen Miteinander leisten.
