Fußball 24.04.2026

Hessenliga – Zu ungewohnter Zeit: HSV will am Burgfeld bestehen

Hünfeld (jah) – Nach dem triumphalen Erfolg gegen die U21 von Eintracht Frankfurt steht für den Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga direkt das nächste Topspiel an – auch wenn der kommende Gegner in dieser Saison zumindest von der Tabelle her wenig mit den Spitzenteams der Liga zu tun hat: Am Sonntag gastiert die Elf von Johnny Helmke bei Türk Gücü Friedberg, Anpfiff am Burgfeld ist um 17 Uhr.

Im Hinspiel waren Noah Michel (rechts) und TG Friedberg dem HSV (links Sven Kemmerzell) einen Schritt voraus – die Gäste gewannen mit 2:0 auf der Rhönkampfbahn. Foto: Christine Görlich

„Das ist natürlich nicht ganz optimal für uns“, erläutert HSV-Coach Helmke anlässlich der durchaus ungewöhnlichen Anstoßzeit und klärt auf: „Das hängt mit der Platzbelegung dort zusammen. Das Spiel war auch schon mal für den Freitagabend vorgesehen, musste aber letztendlich doch nochmal verschoben werden. Wir nehmen es jetzt, wie es kommt.“  Unabhängig von der Anstoßzeit reist der Hünfelder SV mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen ans Friedberger Burgfeld – nicht nur ist der HSV eines der besten Rückrunden-Teams der Liga, die Haunestädter schlugen am vergangenen Freitag mit der U21 von Eintracht Frankfurt darüber hinaus den designierten Meister.

„Natürlich ist das Selbstbewusstsein groß, allerdings bringt das auch gewisse Gefahren mit sich“, warnt Helmke vor dem Gastspiel in der Wetterau: „Nach diesen letzten Wochen und mit so einem Highlight letzte Woche ist das Risiko eines Spannungsabfalls groß – wir müssen dafür sorgen, dass das nicht der Fall ist. Das war ein Wahnsinns-Spiel gegen Frankfurt und sehr emotional, wir müssen es jetzt schaffen, den Hebel umzulegen“, nimmt der Hünfelder Trainer seine Mannschaft in die Pflicht, denn: „Es geht jetzt gegen die nächste Top-Mannschaft.“

Das ist Türk Gücü zweifelsohne, auch wenn die Friedberger ihren eigenen Ansprüchen in dieser Spielzeit weit hinterherlaufen: In der vergangenen Saison hatte TG unter dem damaligen Cheftrainer Enis Dzihic in der Aufstiegsrelegation nur haarscharf den Sprung in die Regionalliga verpasst, unter dem neuen Coach Maik Vetter ist Friedberg aktuell nur Achter – Johnny Helmke weiß den kommenden Gegner dennoch einzuschätzen: „Die ganze Liga ist ja sehr eng, es gibt mit Frankfurt und Eddersheim eigentlich nur zwei Teams, die wirklich konstant sind. Dahinter gibt es einen Mittelfeldblock, wo richtig gute Mannschaften mit dabei sind. Und dazu zählt auch Friedberg.“ In der ausgeglichenen Liga entscheiden eben Nuancen über Sieg oder Niederlage, betont Helmke: „Sie waren in den vergangenen Jahren weit oben und ich denke, die Mannschaft ist mindestens genauso stark wie zuvor. Die Liga ist eben auch stärker geworden.“

Vor allem vor der Friedberger Offensive müsse sein Team auf der Hut sein, fordert der Hünfelder Übungsleiter: „Das wird eine riesengroße Herausforderung, die in den Griff zu bekommen“, blickt Helmke voraus und warnt vor allem vor Goalgetter Noah Michel, Toni Reljic und Erdinc Solak, der im Winter aus Stadtallendorf ans Burgfeld wechselte. „Von der Qualität her ist Friedberg in der Liga ganz oben anzusiedeln. Es muss sehr viel passen, wenn wir da etwas holen wollen – aber das ist natürlich das klare Ziel“, betont Johannes Helmke abschließend, der in Friedberg auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.

 

Hessenliga

 

Freitag

19 Uhr

Eintracht Frankfurt U21 – Fernwald

 

Samstag

14 Uhr

FC Gießen – Stadtallendorf

15 Uhr

Darmstadt 98 U21 – VfB Marburg

17.30 Uhr

Hummetroth – Hanauer FC

 

Sonntag

15 Uhr

SC Hanau – Weidenhausen

CSC Kassel – Waldgirmes

Eddersheim – TuBa Pohlheim

15.30 Uhr

Rot-Weiß Walldorf – Baunatal

17 Uhr

Türk Gücü Friedberg – Hünfelder SV