„Das ist natürlich nicht ganz optimal für uns“, erläutert HSV-Coach Helmke anlässlich der durchaus ungewöhnlichen Anstoßzeit und klärt auf: „Das hängt mit der Platzbelegung dort zusammen. Das Spiel war auch schon mal für den Freitagabend vorgesehen, musste aber letztendlich doch nochmal verschoben werden. Wir nehmen es jetzt, wie es kommt.“ Unabhängig von der Anstoßzeit reist der Hünfelder SV mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen ans Friedberger Burgfeld – nicht nur ist der HSV eines der besten Rückrunden-Teams der Liga, die Haunestädter schlugen am vergangenen Freitag mit der U21 von Eintracht Frankfurt darüber hinaus den designierten Meister.
„Natürlich ist das Selbstbewusstsein groß, allerdings bringt das auch gewisse Gefahren mit sich“, warnt Helmke vor dem Gastspiel in der Wetterau: „Nach diesen letzten Wochen und mit so einem Highlight letzte Woche ist das Risiko eines Spannungsabfalls groß – wir müssen dafür sorgen, dass das nicht der Fall ist. Das war ein Wahnsinns-Spiel gegen Frankfurt und sehr emotional, wir müssen es jetzt schaffen, den Hebel umzulegen“, nimmt der Hünfelder Trainer seine Mannschaft in die Pflicht, denn: „Es geht jetzt gegen die nächste Top-Mannschaft.“
Das ist Türk Gücü zweifelsohne, auch wenn die Friedberger ihren eigenen Ansprüchen in dieser Spielzeit weit hinterherlaufen: In der vergangenen Saison hatte TG unter dem damaligen Cheftrainer Enis Dzihic in der Aufstiegsrelegation nur haarscharf den Sprung in die Regionalliga verpasst, unter dem neuen Coach Maik Vetter ist Friedberg aktuell nur Achter – Johnny Helmke weiß den kommenden Gegner dennoch einzuschätzen: „Die ganze Liga ist ja sehr eng, es gibt mit Frankfurt und Eddersheim eigentlich nur zwei Teams, die wirklich konstant sind. Dahinter gibt es einen Mittelfeldblock, wo richtig gute Mannschaften mit dabei sind. Und dazu zählt auch Friedberg.“ In der ausgeglichenen Liga entscheiden eben Nuancen über Sieg oder Niederlage, betont Helmke: „Sie waren in den vergangenen Jahren weit oben und ich denke, die Mannschaft ist mindestens genauso stark wie zuvor. Die Liga ist eben auch stärker geworden.“
Vor allem vor der Friedberger Offensive müsse sein Team auf der Hut sein, fordert der Hünfelder Übungsleiter: „Das wird eine riesengroße Herausforderung, die in den Griff zu bekommen“, blickt Helmke voraus und warnt vor allem vor Goalgetter Noah Michel, Toni Reljic und Erdinc Solak, der im Winter aus Stadtallendorf ans Burgfeld wechselte. „Von der Qualität her ist Friedberg in der Liga ganz oben anzusiedeln. Es muss sehr viel passen, wenn wir da etwas holen wollen – aber das ist natürlich das klare Ziel“, betont Johannes Helmke abschließend, der in Friedberg auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.
Hessenliga
Freitag
19 Uhr
Eintracht Frankfurt U21 – Fernwald
Samstag
14 Uhr
FC Gießen – Stadtallendorf
15 Uhr
Darmstadt 98 U21 – VfB Marburg
17.30 Uhr
Hummetroth – Hanauer FC
Sonntag
15 Uhr
SC Hanau – Weidenhausen
CSC Kassel – Waldgirmes
Eddersheim – TuBa Pohlheim
15.30 Uhr
Rot-Weiß Walldorf – Baunatal
17 Uhr
Türk Gücü Friedberg – Hünfelder SV
