„Es ist einfach was anderes, ob du auf Rasen oder Kunstrasen spielst“, betont Coach Johnny Helmke: „Das wird ein komplett anderes Spiel als noch gegen Eddersheim, der Rasen wird tief sein, die Umstellung ist extrem.“ Ziemlich genau 160 Tage waren die Hünfelder nur den Kunstrasen gewöhnt, die letzte Partie auf Naturrasen fand Ende Oktober 2025 in Gießen statt. „Wir haben am Montag das erste Mal wieder auf Rasen trainiert, die Spieler haben da auch schon gesagt, dass das einfach eine andere Belastung ist und natürlich eine große Herausforderung. Aber das ist keine Ausrede, wir wissen was auf uns zukommt“, betont Helmke, der beim Remis gegen Eddersheim nur die Chancenverwertung seines Teams zu kritisieren hatte – ansonsten lieferten die Haunestädter gegen den Tabellenzweiten eine famose Leistung ab und hätten unter dem Strich sicherlich mehr als nur einen Punkt verdient gehabt.
Die Vorzeichen vor dem Duell am Chattenloh sind nun natürlich andere, die Adler sind mehr denn je abstiegsgefährdet und haben auf den Drittletzten CSC Kassel bereits neun Punkte Rückstand – das weiß auch Johnny Helmke und warnt vor dem kommenden Gegner: „Das ist eine eingeschworene Truppe, und die Atmosphäre dort oben sowieso immer etwas Besonderes. Auswärts ist es immer schwierig, da etwas zu holen.“ Drei Punkte sind natürlich dennoch das klare Ziel des HSV, dennoch ist Vorsicht geboten: Weidenhausen gewann seit dem Restrundenstart zwei von drei Partien zuhause, lediglich gegen den designierten Meister, Eintracht Frankfurts U21, setzte es eine Niederlage. „Aber die Jungs wissen das auch, dass es ein anderes Spiel wird als am Samstag. Es werden andere Tugenden gefordert sein“, erläutert Helmke und präzisiert: „Natürlich kommt es auch auf Kunstrasen auf Zweikämpfe an, aber hier wird es in erster Linie darum gehen, dass wir den Kampf annehmen. Wir werden auch mal mit langen Bällen arbeiten müssen und sollten gleichzeitig damit rechnen, dass das auch Weidenhausen tut.“ Komplett abweichen von den eigenen Stärken solle seine Mannschaft aber keineswegs, betont der Hünfelder Trainer: „Die Aufgabe wird es sein, mutig und vor allem schlau zu agieren. Wir wollen dennoch zeigen, dass wir Fußball spielen wollen.“
Das Hinspiel auf der Hünfelder Rhönkampfbahn gewann der HSV Anfang September 2025 deutlich mit 6:0, an die Gastspiele am Chattenloh dürften Helmke und Co. jedoch gemischte Erinnerungen haben – zwei der drei letzten Begegnungen in Meißner gingen verloren, mit einem Sieg könnten die Gäste das Polster auf die unteren Tabellenränge aber nochmal vergrößern. Personell muss Helmke nach wie vor auf den Jan-Niclas Herr (Entzündung im Knie) verzichten, auch Dennis Müller und Jonas Simon stehen nicht zur Verfügung.
