Die Polizei bestätigte der Hessenschau, dass drei Menschen ums Leben gekommen sind. Zwei weitere seien leblos gefunden worden und wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Die Personen waren regungslos in einer Grube aufgefunden worden, offenbar sind sie nacheinander dort hinabgestiegen. Als mögliche Ursachen kommen Kohlenstoffdioxid oder andere Chemikalien in Betracht. Weiterhin werden auch die Einsatzkräfte untersucht, die mit den Verletzten in Berührung kamen.
Poseck: „Schreckliche Tragödie“
Innenminister Roman Poseck hat den Unglücksort gegen 21 Uhr besucht und sich anschließend wie folgt geäußert: „Hessen trauert um die Menschen, die heute hier durch eine schreckliche Tragödie ihr Leben verloren haben. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und den Schwerverletzten in diesen für alle sehr schweren Stunden. Mein großer Dank gilt den Einsatzkräften, vor allem der Feuerwehren aus dem Landkreis Limburg-Weilburg. Sie haben sofort höchst professionell in einer für alle besonders herausfordernden Lage gehandelt. Mein Dank gilt auch den Einsatzkräften der Polizei, der Rettungsdienste und den Seelsorgern, die ebenfalls mit sehr großem Engagement vor Ort tätig sind und waren. Die Ereignisse haben alle zutiefst erschüttert. Im Namen der Hessischen Landesregierung spreche ich auch Frau Bürgermeisterin Antje Hachmann meine Anteilnahme zu diesem fürchterlichen Ereignis aus, das auch die Stadt Runkel in große Trauer versetzt hat.“
Bei dem Arbeitsunfall in Runkel sind späten Donnerstagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen sind schwerverletzt worden. Sie sind inzwischen in Krankenhäusern. Es besteht die Möglichkeit, dass es zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung beim Abstieg in eine Grube gekommen ist. 150 Einsatzkräfte waren und sind im Einsatz. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht.
